Unmittelbar nach der Sommerpause: Zur Traumdeutung aus schamanischer Sicht, 5. Teil,

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oder „Wie die intensive Beschäftigung mit dem Traum mein Leben für immer veränderte und mich reich und glücklich machte oder mich zumindest mit traumhafter Gelassenheit segnete, etc.,“ direkt berichtet von unserem Traumprobanden Herrn Hutto Wu Ko Wit Tscho.

Hoffentlich können Sie sich jetzt an die vorangegangenen Teile des Blogs noch erinnern. Es ging eindeutig um die Macht des Traums und um Traumdeutung vom Feinsten. Zwischen dem letzten gerade noch glücklich veröffentlichten Teil des Blogs und dieser neuen erfrischenden Fortsetzung desselben versank der Schamane und Autor in einer Art sommerlichen Hitzeerstarrung. Er verblieb in einem Traum von Meer und Schatten, welchen er erst vor Kurzem wieder verließ. Seitdem wiederum bemüht er sich redlich, durch magische Zeitmanipulationen den Abstand zwischen dem letzten Blog und diesem deutlich zu verkürzen. Bekanntlich wirkt diese Technik aber eher sporadisch, braucht ihre eigene Zeit und ist insgesamt  doch recht unzuverlässig. Notfalls dürfen Sie die vorigen Teile des Blogs wieder lesen. Das soll angeblich auch die Gesundheit des Ausführenden, also Ihre eigene in diesem Falle, wirklich nachhaltig fördern. Wir können und dürfen das an dieser Stelle zwar nicht versprechen, ja, es eigentlich nicht einmal verraten, aber es wirkt. Probieren Sie es also ruhigen Gewissens aus.

Hier geht es jetzt einfach mit den verschiedenen Arten der Traumdeutung weiter, ganz so als wäre….

3. Der schamanisch-spirituelle und der nagualistische Traum

Eigentlich handelt es sich bei diesen beiden Traumarten nicht um genau dieselbe Traumdynamik.

Deshalb haben wir unseren Probanden aufgefordert, je einen Traum für jeden der beiden hier angesprochenen Teilbereiche anzuführen, ein Wunsch, dem Herr Hutto Wu Ko Wit Tscho, der sich ja glücklicher Weise schon jahrelang intensiv mit Schamanismus und Nagualismus beschäftigt hatte, nur allzu gerne nachkam.

3. Der schamanisch-spirituelle Traum

Ich befinde mich in einer großen Stadt direkt am Ufer eines Meeres. Mein Vater steht neben mir und wir blicken auf das Meer hinaus.

Die See ist unruhig und ein Sturm kommt auf, der immer mächtigere Wellen ans Ufer wirft. Ich fordere meinen Vater auf, mich hinauf zu den höher gelegenen Teilen der Stadt zu begleiten, die sich spiralförmig auf einen steilen Hügel hinaufzieht. Wir sind schon ein ganzes Stück höher oben, als wir wieder zum Meer zurückschauen. Plötzlich ist auf dem Meer eine einzige riesige Welle zu sehen, die offenbar hunderte Meter hoch ragt. Mir wird klar, dass wir uns nicht retten können, weil die Welle gleich die gesamte Stadt unter sich begraben wird. Es scheint mir aber in diesem Traum sehr wichtig zu sein, dass wir einen Tunnel aufsuchen, damit uns die Wucht des Wassers nicht zerschmettern kann. Im Tunnel bin ich dann alleine und das Wasser füllt die Röhre des Tunnels völlig aus und ich ertrinke. Der Traum ist aber nicht zu Ende, sondern ich werde vom Wasser auf der anderen Seite des Tunnels wieder ans Licht eines sonnigen Tages gespült. „Jetzt beginnt also das nächste Leben,“ denke ich und erwache.

Deutung des Traumes:
Zunächst könnte man meinen, hier ebenfalls einen Traum vor sich zu haben, der sich rein auf psychologischer Ebene deuten lassen wollte. Doch bei genauerem Hinsehen und Hinspüren in die Essenz dieses Traumes wird alsbald klar, dass die Urgewalt der Riesenwelle ein Symbol für die umfassende Macht des Spirits darstellt. Auch die klare Symbolik von Tod und Wiedergeburt und die Botschaft von der Unzerstörbarkeit der Seele, die sich nicht zusammendrücken lassen soll, sind wohl wesentliche Elemente dieser Traumdeutung. Jedenfalls erfüllte den Probanden nach dem Erleben dieser spirituellen Urgewalt des Geistes sowohl im Traum als auch nach dem Erwachen ein Gefühl tief empfundener Ehrfurcht.

An diesem Bild können Sie genau sehen, was die intensive Beschäftigung mit dem Traum mit dem Betrachter anstellen kann. Ja, Sie haben Recht. Es ist wunderbar. Und nein, um dorthin zu kommen, müssen Sie sich schon etwas anstrengen. Es gibt da wirklich keine gesunden Abkürzungen, die wir Ihnen empfehlen könnten. Am besten kommen Sie zu uns ins magische Zentrum. Nur hier läuft Alles bekanntlich ja ganz einfach.

4. Der nagualistische Traum

Ich sehe mich selbst in einem kleinen roten Sportwagen, einem Cabrio, auf einen Abgrund zurasen. Der Wagen schießt über den Rand des Abgrunds hinaus und fällt hunderte Meter senkrecht in die Tiefe. Meine Sicht und mein Erleben wechseln ins Nagual, und zurück, und der Wagen schlägt krachend unten auf dem felsigen Boden einer Schlucht auf. Ich steige unversehrt aus dem völlig zerstörten Wrack des Autos, verspüre ein immenses Gefühl der Kraft in mir und um mich herum. Plötzlich wird mir klar: Das war nicht mein erster Sprung in den Abgrund. Das alles habe ich jetzt schon dreimal gemacht. Etwas später erwache ich mit einem tiefen Gefühl von Stärke, Wissen und gelassener Zufriedenheit.Deutung des Traumes:

Der Traum heißt wahrscheinlich ziemlich genau das, was er ja schon bildlich aussagt. Der Proband sprang offenbar in einem roten Cabrio in einen Abgrund, wechselte dabei glücklicherweise hinüber in die Nagual-Schwingung der Welt und konnte so unversehrt dem nicht ins Nagual mitgekommenen Auto entsteigen, welches sich seinerseits durch den Aufschlag in einen Haufen Blech und Schrott verwandelte. Interessant ist auch die Erinnerung an die bereits mehrfach durchgeführte Sprungaktion, die uns klar vor Augen führt, dass der Proband sich mit dem zeitgerechten Wechseln ins Nagual bereits ausführlich vertraut gemacht hat. Wir empfehlen Ihnen dennoch nicht, diesen Traum als Anleitung für eigene Experimente mit dem Abgrund zu verstehen, selbst wenn Ihnen die Zerstörung einiger roter Sportwägen in diesem Zusammenhang aufgrund Ihres dann zweifellos vorhandenen immensen Reichtums weiter gar nichts ausmachen sollte. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, noch einmal klar zu betonen, dass sich das umfassende Gefühl der Kraft und Gelassenheit bei diesem Experiment nur dann einzustellen pflegt, wenn Sie auch tatsächlich unversehrt dem Wrack des Autos entsteigen.

Wir haben hier an dieser Stelle des Textes absichtlich kein Bild von dem oben erwähnten gänzlich zerstörten Sportwagen für Sie bereit gestellt. Erstens sieht der nicht mehr wirklich gut aus, und zweitens zeigt sich die Kraft von Nagual und Traum eben auch ganz vortrefflich im Feuerspirit unserer Schwitzhütte. Finden Sie nicht auch? Wir finden es zumindest. Deshalb sehen Sie an dieser Stelle jetzt tatsächlich genau jenes magische Feuer. Den Abgrund, den Sportwagen und das ganze andere Drumherum müssen Sie sich eben nur selbst vorstellen. Das schadet nicht, im Gegenteil, es fördert zunächst einmal ganz ausgezeichnet Ihr eigenes Vorstellungsvermögen. Und genau daran können Sie also wieder einmal ganz leicht erkennen, wie gut wir es mit Ihnen meinen.

Lesen Sie mehr über den Krafttraum, die Geheimnisse von Traumdeutung und Traumgeschehen sowie über Traum, Zeit und den Schlüssel zum schamanischen Universum der Kraft im nächsten Teil dieses faszinierenden Blogs mit dem Titel:

Zur Traumdeutung aus schamanischer Sicht, 6. Teil, den wir Ihnen hier auf diesem träumerischen Kanal der Kraft diesmal schon ganz bald zur Verfügung stellen werden. Versprochen!

Beim Beitragsbild handelt es sich übrigens angeblich um die wunderbare Traummaschine des unglücklichen oder zumindest vielleicht verunglückten Professors aus den vorangegangenen Teilen dieses Blogs.