Was war das doch noch einmal? Schneewächte? Schneewächter? Schneewelke? 2. Teil

Hier die versprochene Fortsetzung meines in Wahrheit schon verflossenen Briefes an Tante Clara.

Weil wir sie (gemeint: die schamanische und heidnische Bedeutung von Weihnachten und Raunächten) durch die inzwischen unauffällig gewordene gedankliche Diktatur der Kirche in der Versenkung verschwinden ließen.

Ich meine, wir haben das zugelassen, so über die letzten paar Jahrhunderte hinweg.

Und der Lohn ist: Weihnachten findet schneelos statt.

Mutter Erde ist einfach nicht bereit, uns Schnee zu schicken. Rechtzeitig zu Weihnachten, meine ich.

Das wiederum liegt jetzt natürlich an Frau Holle.

Die müsste, wie wir ja aus dem Märchen wissen, nur ordentlich die Polster und Decken ausbeuteln, und schon käme der Weihnachtsschnee.

Aber sie tut es nicht. Sie ist nämlich, wie ich vermute, durch die ganze mythische Geschichtsfälschung ein wenig beleidigt worden.

Jetzt sitzt sie in ihrer Ecke und schmollt.

Frau Holle ist ursprünglich so etwas wie die mystische Mischung der Großen Göttin, unserer schamanischen Urmutter, die wir hier im Nagual-Schamanismus gern unter ihrem Kosenamen Mammi Schamammi verehren, mit der germanischen Unterwelts- und Todesgöttin Hel.

Und für eine anständige wilde Unterweltstodesgöttin gehört es sich nun einmal, beachtet, verehrt und ein klein wenig auch gefürchtet zu werden.

Hel ist aber im kitschigen Kunst-Weihnachtsschnee des Christentums untergegangen. Zur Strafe beschneit uns Frau Holle nicht.

Pech gehabt. Aber das ist nun einmal die schnöde Wirklichkeit, die wir uns durch unsere Unachtsamkeit geschaffen haben. Wirklich.

Also können wir nicht schreiben: Wenn es stürmt und schneit.

Wenn es regnet und kalter Wind bläst wäre wohl okay.

Oder auch: Weihnachten im Grünen wird Euch auch dieses Jahr an den Sommer erinnern und umso lieber könnt Ihr dann unseren sechsteiligen spannenden sommerlichen Blog genießen.

Ja, das könnten wir wohl so oder so ähnlich veröffentlichen, ohne uns als weihnachtlich völlig falsch liegende schamanische Wetterpropheten lächerlich zu machen.

Schamanen irren sich übrigens auch nie mit dem Wetter. Sie machen es.

Nun gut, von dieser Werbung in Sache schamanischer Magie einmal abgesehen, sollten wir jedenfalls nicht zu tief in das schwierige Wetterthema eintauchen.

Also bitte hier nicht nur über das Wetter reden.

Wenn Schamanen Wetter machen gibt es manchmal nichts zu lachen. Zuweilen, wenn wir plötzlich irren, kann auch das Wetter sich verwirren.

Trotz dieses alten schamanischen Spruches sind wir nicht für die in letzter Zeit gehäuft auftretenden Extremwetterlagen verantwortlich. Falls es, wie neuerdings in einem kleinen Dorf in Amerika mit dem Namen Woschington behauptet wird, keine Klimaerwärmung geben sollte, stehen wir wahrscheinlich knapp vor dem natürlichen Einsetzen der nächsten Eiszeit, die sich, bevor sie zuschlägt, noch kurz und unauffällig hinter einem unheimlichen Wärmeschild zu verbergen sucht.

Bist Du noch hier, Tantchen? Du bist gerade so schweigsam geworden…..

(An dieser Stelle geht der ursprüngliche Blog jetzt ganz anders weiter….wie? Nun ja, das müssen Sie selbst herausfinden….)

Die Tante ist jedenfalls verschwunden. Es ist nur passend, ihr jetzt nachzuweinen und mich von ihr zu verabschieden.

Schuld daran ist nur die politische Kleinwetterlage im Kontext der politischen Klimaverschiebung.

Also:

Bis dann, liebste Tante.

Und nur keine Panik. Die sechs aufrührerischen Blogs folgen gleich. Natürlich muss man sie lesen. Da stimme ich mit Dir jetzt völlig überein. Wir lassen uns doch nicht etwa die Zensur aus der Hand nehmen.

Schamanen üben die hohe Kunst der Zensur nämlich seit Jahrtausenden selbst aus. Selbstzensur vor allem. Das soll einfach heißen, dass wir nicht alle unsere Geheimnisse verraten. Nein, Sie erfahren nur ein klein wenig von all dem was wir wissen, wenn Sie da draußen sich nicht wirklich aufrichtig und intensiv darum bemühen, sie, die Geheimnisse des Kosmos nämlich, uns, ihren Hütern, doch noch zu entlocken. Tja, Sie wissen schon: Ohne Fleiß kein Preis. Lassen Sie sich aber davon nicht abhalten. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall schöne weiße Weihnachten.

Weiße Weihnachten werden aber heuer wohl wieder nicht kommen.

Deshalb feiern wir Schamanen den Sommer ab jetzt im Winter.

Genießen Sie also in aller Ruhe und ganz ohne ein schlechtes Winter-Gewissen zu haben unseren fantastischen Sommer-Blog in sechs Teilen.

Die verrückte Welt erscheint uns Schamanen übrigens, sobald sie nur Kopf steht, fast wieder normal.

Warum und wie wir Schamanen aber die Nacht zum Tage machen verrate ich Ihnen jetzt doch eher noch nicht. Das ist nämlich eine ganz andere unglaubliche Geschichte, die Sie, wenn Sie Glück haben und natürlich meine Blogs brav abonnieren, in einem meiner zukünftigen Ausführungen, ja, wer weiß, vielleicht sogar schon bald, hier lesen dürfen. Ich habe es mir vorher eben anders überlegt. Sie dürfen sich natürlich gern darüber aufregen. Aber ich bin ganz unbesorgt. Ich bewege mich hier nämlich auf gesichertem Terrain. Plötzliche unerwartete Veränderung und Verwandlung ist das angestammte Vorrecht aller Schamanen. Das hält Sie und mich in Bewegung. Bewegung aber ist Leben und überraschendes Glück.

Ja so schön kann der Winter sein, wenn gerade nicht mehr Weihnachten ist.

Die sechs Blogs folgen jetzt natürlich nicht. Sie dürfen ja nicht vergessen, dass wir hier in der Rückblende verharrten und uns gerade am Ende des Jahres 2016 aufhielten.

Damals war das mit den sechs Blogs hochaktuell.

Jetzt ist es auch schon Geschichte. Genau wie die Anwesenheit meiner Tante Clara hier mitten unter uns.

Die Schneewette aber ist aktuell wie eh und je.

Gibt es Kälte, gibt es Schnee?

Lesen Sie weiter vom fehlenden Schnee und anderen recht seltsamen aber doch ganz wesentlichen Dingen des Lebens im dritten Teil dieses spannenden Blogs.