Was war das doch noch einmal? Schneewächte? Schneewächter? Schneewelke? 3. Teil

Der Wetterdienst hat sich auf die Aussage verlegt, es werde in den nächsten Tagen entweder….

….sehr warm oder sehr kalt werden.

Tolle Aussichten.

Von Schnee habe ich bisher noch nichts gehört.

Aber vielleicht lässt sich die Frau Holle noch erweichen, wenn Sie alle, ja Sie alle, schamanische Gebete zu ihr sprechen.

Nebenbei könnten Sie auch um eine baldige neue Regierung bitten.

Eine ohne jegliche Blautöne, vorzugsweise.

Dann kommt Tante Clara zwar höchstwahrscheinlich trotzdem nicht zurück.

Aber uns ginge es trotz des schneefreien Weihnachtsfestes bald wieder besser.

Das mit dem Schnee beziehungsweise der weihnachtlichen Schneelosigkeit verstehe ich ja als Schamane nur allzu gut.

Etwas verstehe ich aber nicht: Wieso sollte eine Regierung aus Rechtsextremen und Konservativen Mitte rechts sein?

Jene Konservativen, die keinerlei Berührungsängste mit Rechtsextremen haben sind an sich schon eher jenseits irgendwelcher politischer Mitten angesiedelt.

Und die Rechtsextremen selbst sind nur in ihrer eigenen schwer beschränkten Sicht der Mittelpunkt aller Dinge und der Nabel des Volkes.

Mit dem rechtsextremen Volk möchte ich, nebenbei gesagt, auch lieber weniger zu tun haben.

Lieber wende ich mich an all die Übrigen von Ihnen, die wie ich mit Rechtsextremismus und Rechtsextremen auch lieber gar nichts zu tun haben wollen.

Und zwischendurch packt mich dann zuweilen die Reiselust.

Ja, genau so wie gerade eben jetzt.

In diesem heiligen Moment der Einkehr überfällt mich plötzlich eine vorweihnachtliche Reiseidee.

Tante Clara, ich komme!

Zu spät. Sie ist weg. Sie hat Haus und Heim, Stadt und Land, Kontinent und Planet verlassen und wohl auch schon die Grenze des Sonnensystems überschritten.

Der letzte Zug ist also abgefahren. Oder eben, hier, die letzte Untertasse.

O Gott, wie mich das alles an mein letztes unglückliches Vorleben in der Nazizeit erinnert.

Hier ein logischerweise ganz unklares Bild des Gottes des Vergessens. Vergessen Sie diesen Gott am Besten gleich wieder. Man vergisst ja normaler Weise immer die falschen Sachen. Sie dürfen sich ruhig an die wesentlichen Ereignisse des letzten Jahrhunderts erinnern. War da nicht der eine oder andere große Krieg oder so? Sie müssen jetzt wirklich nicht alle siebzig Jahre wieder vergessen, zu welchen Schrecken  rechtsextreme Gesinnung führen kann. Nein wirklich. Ich bitte Sie. Erinnern Sie sich doch wieder. Dieser Gott des Vergessens bringt wirklich nur Unheil über uns. Besser Sie vergessen ihn jetzt. Gut. Sehr gut. Erinnern Sie sich jetzt wieder daran, welche Leute man niemals wieder an die Macht lassen sollte? Ja genau, Menschen mit rechtsextremer Gesinnung. Die führen uns nämlich ins Unheil. Vergessen zahlt sich also wirklich nicht aus.

Ein Trost bleibt uns ja zumindest:

All diese Rechtsextremen werden wohl in den nächsten paar Leben als mittellose Migranten von Staat zu Staat irren müssen, ohne irgendwo eine mitfühlende Aufnahme oder Unterstützung zu finden.

Bleiben wir doch beim Thema.

Nirgendwo aufgenommene Migranten.

Das erinnert mich doch jetzt sogar an eine recht bekannte Weihnachtsgeschichte. Genauer gesagt. Es erinnert mich an die bekannteste Weihnachtsgeschichte.

Kam da nicht auch etwas von Herumirren und keine Unterkunft finden vor?

Dass sich gerade die christlich angehauchten farbwechselnden Parteigenossen an dieser Parallele gar nicht stoßen wundert mich eigentlich trotzdem nicht.

Immerhin haben sie Mut zum Farbwechsel gezeigt.
Vielleicht entpuppen sich diese Politiker noch als wahre politische Chamäleons. Und dann…

Falls Ihnen das Chamäleon als solches jetzt entfallen sein sollte, lasse ich es hier ausnahmsweise aus Wikipedias Tiefen extra für Sie wieder auftauchen:

„Die Chamäleons (Chamaeleonidae) (griech. χαμαιλέων chamailéōn „Erdlöwe“) sind eine Familie der Leguanartigen (Iguania) innerhalb der Schuppenkriechtiere (Squamata).
Es sind über 200 Arten beschrieben, die sich in zwei Unterfamilien aufteilen: Die Echten Chamäleons (Chamaeleoninae) und die Stummelschwanzchamäleons (Brookesiinae). Nahezu alle Chamäleons sind in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet, …..“

Nun ja, Letzteres ergibt also Anlass zur Hoffnung.

Nicht für die in der Natur vorkommenden Artgenossen selbstverständlich.

Aber falls die Aussage über die Gefährdung der Art auch für unsere neu aufgetauchten politischen Chamäleons gelten sollte, sehe ich einem natürlich rein politischen Aussterben derselben durchaus hoffnungsvoll entgegen.

Zumindest bleibt solches zu hoffen, solange sie keinerlei Berührungsängste mit den Ultrarechten haben, sondern sich vielmehr allmählich farblich, gedanklich und inhaltlich in dieselben zu verwandeln drohen.

Also nur nicht den Mut verlieren.

Den werden Sie nämlich vielleicht noch brauchen, um der Aushöhlung der Zivilgesellschaft mit Zivilcourage entgegenzuwirken.

Wenn Sie mich jetzt fragen, ob es sich bei unseren politischen Chamäleons um Echte oder um Stummelschwanzchamäleons handelte, würde ich aus dem Bauch heraus eher auf Stummelschwanzchamäleons tippen, ohne dass ich Ihnen jetzt dafür eine logische Erklärung geben könnte. Es ist eben mehr so ein unbestimmtes Gefühl, das mich diesbezüglich beschleicht.

Das Alles klärt noch nicht die Sache mit dem Schnee.

Sie sehen also, wir müssen diesen Blog noch eine weitere Wendung nehmen lassen, um die magische Bedeutung weihnachtlichen Tiefschnees umfassend verstehen zu können.

Lesen Sie also mehr darüber im spannenden vierten Teil des Blogs.

Hier ein Bild von Frau Holle. Oder vielmehr, nein! Das ist sicher nicht Frau Holle. Irgendwie bin ich mit den Bildern jetzt durcheinander geraten, kein Wunder bei all dem ausbleibenden Schneegestöber. Aber genau so oder jedenfalls fast genau so sieht mein Garten zu Weihnachten aus. Da könnte ich ja genau so gut Weihnachten in der Karibik feiern, Weihnachten unter Palmen also. Okay, die Karibik kann ich mir vielleicht heuer nicht leisten, weil ich den sommerlich-winterlichen Garten zuerst noch pflegen muss. Das ist viel Arbeit. Da bleibt eben zuwenig Zeit für die Karibik. Notwendig ist der Karibikurlaub ohnehin nicht, wenn es zu Weihnachten bei uns ja fast genau so aussieht wie dort das ganze Jahr über. Nein, da kann man sich den Besuch der weihnachtliche Karibik eigentlich gut ersparen. Das ist nebenbei auch viel bequemer, und seit ich einen Langstreckenpiloten einer bekannten deutsch-arabischen Luftfahrtgesellschaft in meinem Bekanntenkreis habe, macht mir das Fliegen auch nicht mehr so richtig Spaß. Das liegt jetzt wiederum weniger an Frau Holle sondern vielmehr an den Erzählungen meines Bekannten über seine Abenteuer beim Fliegen. Glauben Sie mir, Sie würden an meiner Stelle auch lieber am Boden bleiben, wenn Sie denselben Bekannten hätten. Weinachten ist ja auch bei uns sehr schön, selbst wenn es wieder einmal nicht so richtig schneien sollte, nicht wahr? Wissen Sie, ich glaube, ich schreibe das alles jetzt nur, um Sie und mich von der politischen Wetterlage kurz einmal abzulenken. Sehen Sie gleich, wie Sie sich entspannen? Mir geht es genau so. Allerdings hält es zurzeit nicht allzu lange an. Genau so war es im Übrigen schon…..Ach was, diese ganze Ablenkung hat wirklich keinen Sinn. Genau so gut könnten wir auch….und das wäre genau so sinnlos. Lassen Sie uns deshalb etwas später, im nächsten Blogteil also, gleich wieder in medias res gehen, mitten hinein in die Sache des Grauens also. Genau so. Eben. Sie sagen es. Sie sprechen mir aus der Seele. Genau so muss es sein.

Das Beitragsbild zeigt im Übrigen eine Ansicht von Tante Claras intergalaktischem Fluggerät aus der Vogelperspektive. Doch das haben Sie ja inzwischen sicher schon selbst erkannt.

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