Was war das doch noch einmal? Schneewächte? Schneewächter? Schneewelke? 4. Teil

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Warum wir Schamanen uns nicht fürchten müssen, aber trotzdem jetzt nicht fliehen dürfen.

Neueren Berichten zufolge haben die Rechtsextremen und speziell die deutschnationalen Burschenschafter jetzt Österreich schon weitgehend politisch übernommen.

Für uns Schamanen besteht natürlich kein Grund zu Beunruhigung.
Wir können notfalls immer noch ins Nagual, also ins Reich des Unfassbaren, fliehen und die trivialen Gefilde der Menschheit ganz und gar hinter uns lassen.

Allerdings wollen wir diese Welt doch keinesfalls etwa Rechtsextremen überantworten.

Deshalb bleiben wir hier und halten uns an schamanische Zuversicht.

Ja, wir bleiben schamanisch und winterlich durchaus locker.

Menschliche Kälte und unmenschliche Einstellungen stecken wir locker weg oder, besser noch, wir protestieren eben dagegen.

Auch wenn wir auf Grund des neuerdings offenbar polizeilich auch durchaus ganz umfassend interpretierten Vermummungsverbotes wahrscheinlich dabei eben seit kurzem im Gesicht frieren müssen.

Mit dem Vermummungsverbot hat sich hierzulande, und zwar trauriger Weise sogar noch vor dem Einsetzen der rechtsextrem garnierten neuen Regierung, von Seiten der Politik her ein gar seltsames Verständnis der Verfassung eingeschlichen:
Wenn etwas verfassungsrechtlich nicht möglich ist, weil es zum Beispiel Angehörige einer bestimmten Religion diskriminieren würde, dann umgeht man diesen verfassungsrechtlichen Schutz doch einfach, indem man ein anderes Gesetz erlässt, dessen Hauptzweck jetzt auf Umwegen zwar nach wie vor genau auf diese Diskriminierung abzielt, dies jedoch hinter einer anderen Begründung zu verbergen sucht. Das neue Gesetz wird damit scheinbar verfassungsrechtlich möglich, obwohl es in Wahrheit den Geist und Sinn der Verfassungsbestimmung klar grob verletzt.

Zusätzlich schränkt es gleich auch die Bürgerrechte auf eine recht allgemeine Weise ein und gibt der Polizei zumindest im Winter jetzt einen wunderbaren Vorwand, sich in die alltäglichen Angelegenheiten der Bevölkerung grundlos aber tatkräftig einzubringen.

Ich schlage deshalb ganz im Sinne der neuen eher weit rechts der Mitte angesiedelten Regierung als nächstes ein Verbot von Schnürsenkel vor, um damit die aufmüpfige Bevölkerung noch tiefer in einen Zustand staatsbürgerlicher Untertänigkeit zu versetzen, wie er seit Metternichs Zeiten in Österreich nicht mehr vorgekommen ist.

Oder wie wäre es umgekehrt mit einem verpflichtenden Gebot zum Tragen der Schnürsenkel, die beim Anblick von Staatsorganen jeweils neu gebunden werden müssen.
Das bringt den Bürger zum Knien und kann die gesamte Zivilgesellschaft öffentlich ruinieren.

Auf weitere dann nicht mehr von mir stammende Ideen der nach rechts Abgerutschten darf man also schon gespannt sein.

Dass der ORF aber auch so eine feine Berichterstattung über die rechte Mitte zustande bringt.

Da ist ja rein gar keine Kritik am rechtsextremen Lager mehr vorhanden. Alles ganz normal. Die Rechtsextremen sind doch Menschen wie Du und ich.

Tu felix Austria…..Vielleicht sollte ich doch einer leider im Wesentlichen unausgesprochenen Einladung von Tante Clara folgen.

Wo ist bloß meine fliegende Untertasse geblieben?

Bei diesem Bild handelt es sich jetzt entweder um das Instrumentenpult von Tante Claras Raumschiff oder um eine alte Registrierkasse, die ich nach ihrer Abreise unter vielen anderen seltsamen Dingen auf dem weiträumigen Dachboden ihres Hauses vorfand. Leider kann ich mich momentan nicht mehr erinnern, was das Bild nun genau darstellt. Da sehen Sie es wieder. Der Gott des Vergessens produziert andauernd Unsinn. Lassen Sie sich also besser erst gar nicht mit ihm ein. Es bringt nichts. Das kann ich Ihnen aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen. Wahrhaftig, besser ists, die Wahrheit zu behalten, als stumpfen Zeugen gleich verständnislos nur Kräften zuzusehen,  die ohne Rücksicht auf das Glück voll Irrsinn roh und sinnlos walten.

Lassen Sie uns, die wir hier im Sumpf der politisch Unanständigen zurückgeblieben sind, also in Ruhe die Weihnachtszeit genießen.

Das Volk hat immer Recht.

Hoffentlich.

Falls nicht, werden wir ja wohl ohnehin bald unser blaues Wunder erleben.

Dann können wir nur noch hoffen, dass uns Frau Holle gnädig ist und Österreich völlig zuschneit.
Ungefähr 80 Meter Schneedecke müssten jedenfalls reichen, um dem rechtsextremen Virus im Bereich der Alpen endgültig den Garaus zu machen.

Ich bastle jetzt schon an meiner zukünftigen Schneehöhle und wünsche Ihnen zuvor noch schöne schamanische Weihnachten.

Die Sonne war unser Begleiter, als wir, vergnüglich und recht heiter, das schöne Ritual begannen. Rasseln bekamen ihren Namen. Schamanen weihten Ihre Rasseln. Sie hören nicht den Regen prasseln, der etwas später dann noch fiel. Wir wünschen Ihnen Weihnachtsfrieden, und Ihre Wünsche mögen sieden im Topf der Großen Allwelt-Mutter, bis aus den Wünschen Kräfte werden, die heilsam wirken hier auf Erden. Des Menschen Glück, des Geistes Ziel, der Erde ungestörtes Spiel mit Kraft und Himmel. Mitten im Gewimmel des Alltags steckt ein Geheimnis das den Geist erweckt. Gleich danach ruht ihr Geist im Stillen. Nur so ist ihm die Welt zu Willen.

Das Beitragsbild am Anfang des Textes trägt im Übrigen den Titel „Quo Vadis Austria“.