Anleitung Zum Ja Hr. ES Wechsel n 1. Teil.

Posted · Add Comment

Fällt Ihnen etwas auf?

Es ist schon wieder soweit.

Wir stehen knapp vor dem neuen Jahr.

Ganz knapp sogar.

Gibt es dazu wieder einmal etwas Schamanisches anzumerken?

Mir fallen da gleich einmal drei Dinge ein, die ganz typisch für den Übergang von einem Jahr zum anderen sind.

Ich spreche jetzt natürlich nicht über solch unbestreitbare Tatsachen wie die, dass wir von Jahr zu Jahr älter werden oder dergleichen.

Das Älterwerden findet, nur für den Fall, dass Sie es vielleicht verdrängen sollten, nämlich ohnehin beständig statt und ist somit nicht nur auf den ersten Jänner beschränkt.

Schamanen werden im Übrigen nicht älter, nur reifer, klarer und geistig stärker.

Das verraten wir Ihnen aber nur ausnahmsweise, als kleines Geschenk zum Beginn des neuen Jahres, weil wir ja nicht Allen von Ihnen mit diesem Blog gleich auch kleine Kleeblätter oder Rauchfangkehrer aus Schokolade oder Marzipan mitschicken können.

Dafür dürfen Sie jetzt über die Zeitlosigkeit des schamanischen Älterwerdens nachsinnen.

Das Älterwerden als Reifungsprozess wird zwar des Öfteren angesprochen, aber zumeist nicht in seiner wahren Bedeutung verstanden. Wenn Sie zufällig einmal die um 1900 entstandenen Bilder nordamerikanischer Indianer von Edward Sheriff Curtis betrachten, können Sie diesen Prozess der Reifung beim Älterwerden deutlich erkennen.

Schauen Sie sich dagegen einmal die Mehrzahl älterer Menschen beispielsweise in einer Großstadt wie Wien an, so fällt sofort auf, dass das Altern häufig eher mit einer Erstarrung in festgefahrenen Lebensmustern verbunden ist als mit jener geistigen, persönlichen und spirituellen Durchlässigkeit, die auf einen gelungenen Reifungsprozess hindeuten würde.

Natürlich sind Anwesende und Leser wie immer aus dieser meiner Betrachtung ausgenommen, um mich, uns und den Leser zu schonen. Ihre und meine Eltern und Großeltern waren selbstverständlich schlicht und einfach großartig. Das versteht sich doch von selbst.

Über die ursprüngliche Bedeutung des Rauchfangkehrers als schamanisches Symbol habe ich schon in einem früheren Blog geschrieben. Nur zur Erinnerung: Der schwarze Mann, der durch den Schornstein das Wohlwollen der Geister ins Haus holt, der Schamane also, hat sich später in den profanen Rauchfangkehrer verwandelt.

Deshalb bringt er Ihnen Glück. Oder eben auch nicht. Denn der Rauchfangkehrer ist nun einmal als solcher jeglicher schamanischer Macht beraubt, die Macht des schwarzen Mannes wirkt nur, wenn man ihn in seiner ursprünglichen Bedeutung versteht und nützt. Das Kinderspiel „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ ist meiner Ansicht nach ebenfalls ein Hinweis auf die Macht, die im Volksglauben traditionell dem Schamanen zugeschrieben wurde, der sich mit dem Unheimlichen, dem jenseits unserer alltäglichen Wirklichkeitsauffassung Befindlichen beschäftigt.

„Allerdings stammt das Spiel schon aus mittelalterlichen Zeiten und der Entstehungszusammenhang mit der schwarzen Hautfarbe eines Menschen ist mehr als unwahrscheinlich….

Das es sich beim schwarzen Mann um einen Pestkranken handeln soll, liefert eine sehr plausible Erklärung für die farbliche Zuschreibung und für den Ablauf des Spiels. Denn wer von einem Pestkranken angefasst wurde, musste befürchten, anschließend selbst infiziert zu sein. Andererseits waren diese Kranken aufgrund ihrer Schwäche aber keine ernsthafte Gefahr….“

(Aus: www.giga.de/extra/ratgeber/specials/wer-hat-angst-vorm-schwarzen-mann-herkunft-alternativen).

Nun, da überzeugt mich die These vom Schamanen und vom noch im kollektiven Unbewussten oder im Volksglauben verankerten Wissen um die magische Kraft des Schamanen doch weit mehr.

Wir bemühen uns, Ihnen hier eine neuartige Auswahl möglicher Glückssymbole für Silvester nahezubringen. Dass es sich dabei vor allem um Darstellungen von Katzen handelt, wundert mich allerdings jetzt selbst auch ein wenig.

Lassen Sie uns jetzt aber zu den Gewohnheiten des Jahreswechsels zurückkehren.

Was wir da erleben dürfen, ist ein leuchtendes Dreigespann menschlicher Sitten ganz besonderer Art:

Zum einen fällt uns ein verstärkter Hang der Leute zu Lärm und Getöse auf.

Zum zweiten das Bemühen, schnell einen – wenn auch ganz trivialen – Blick in die Zukunft zu werfen.

Zum dritten geht es um den Austausch verschiedenster Glückssymbole, um die bevorstehende Zukunft für das eigene Ich und das des Gegenübers noch möglichst günstig zu gestalten.

Diesem dritten Punkt gesellt sich im Allgemeinen noch ein weiterer interessanter Aspekt hinzu. Der Beginn des neuen Jahres erscheint uns nämlich genau der richtige Zeitpunkt zu sein, um mit guten Neujahrsvorsätzen die Göttin der Zukunft gnädig zu stimmen.

Dass ich die Neujahrsvorsätze hier ebenfalls unter der Rubrik Glückssymbole einordne, liegt daran, dass sie keinesfalls ernst gemeint sind. Oder vielmehr sind sie zwar ernst gemeint, bei diesem Ernst handelt es sich aber um einen von der Sorte, der ganz ohne wahre Entschlossenheit auskommen kann.

Ohne wahre Entschlossenheit bleiben die Vorsätze aber unwirksam und häufig sogar ganz unbemerkt.

Deshalb gehören Sie wohl eher zum symbolischen Teil des ganzen Rituals.

Das laute Getöse sollte ursprünglich die Geister des Vorjahres davon abhalten, sich ins nächste Jahr einzuschleichen. Weil aber inzwischen der Glaube an Geister, Spirits, belebte Natur, Magie und Kraft abhanden gekommen ist, bleibt nur die Lust am Lärm übrig. Immerhin bietet das Ritual vielen Leuten eine willkommene Gelegenheit, endlich so laut sein zu dürfen wie es sonst normalerweise gesellschaftlich doch eher unerwünscht oder unschicklich wäre.

Den eher Lärmempfindlichen unter uns, Kindern, Haustieren, Wildtieren und allen Menschen mit sensiblen Ohren wird von den Lärmliebenden zugleich ein für alle Mal klargemacht, wer hier in dieser Gesellschaft das Sagen hat. Den Lauten und Aufdringlichen gehört die Welt. Außerdem findet aller mögliche Frust der Menschen über die Unzulänglichkeiten Ihrer Berufswelt, die Spannungen in den Familien, und allgemein über die Auswirkungen unserer gesamten nicht sehr menschengerechten Kultur zumindest endlich ein Ventil.

Das reicht leider nicht, um ein Abtriften breiter Gesellschaftsschichten nach rechts und in die politische und soziale Erbarmungslosigkeit zu verhindern.

Aber es erfreut den lärmsüchtigen Teil unseres Egos. Endlich bin ich jemand: Ich lärme also bin ich.

Sie können an meinen Ausführungen leicht erkennen, dass ich mich selbst leider eher zu den lärmbelästigten Zeitgenossen zählen muss.

Meine Hunde und Katzen mögen den Lärm übrigens auch nicht.

Dass nun die Geister des Vorjahres bei all dem Knallen und Krachen verschwinden, muss trotzdem leider bezweifelt werden.

Die Leute nehmen ihre alten liebgewonnenen schlechten Gewohnheiten ja einfach von Jahr zu Jahr mit und mit den Gewohnheiten reisen die Geister des Vorjahres gleich mit uns von Jahr zu Jahr weiter.
Da hilft doch kein Getöse und kein Knallen und kein Schreien, wenn wir uns selbst von neuem stets ins selbe unheilvolle Lied mit aller unserer Kraft einreihen.

Außerdem fehlt dem Getöse die Kraft.

Kraft könnte durch wahren Glauben entstehen, oder eher noch, durch wahres Wissen.

Der Glaube wird von Kirchen und Dogmen entstellt, das Wissen, um das es hier geht, wird vom Dünkel der Wissenschaft verdunkelt.

Was also bleibt, ist die Folklore. Aberglauben und Folklore haben im Übrigen so einiges gemeinsam, finden Sie nicht?

Wie sieht also jetzt der erste Teil dieser Anleitung zum Jahreswechseln aus:

Vermeiden Sie Lärm!

Reifen Sie statt nur zu altern! Notfalls mithilfe der Schamanen, wenn Sie es denn nicht ganz allein tun wollen. Allein ist es im Übrigen auch nahezu unmöglich zu schaffen.

Halten Sie sich ans Wahre!

Und vor allem:

Verzichten Sie auf schamanische Orakel jeglicher Art!

Dazu aber mehr im zweiten Teil des Blogs.

Lesen Sie noch heuer weiter im zweiten Teil dieses lehrreichen Blogs zum Thema Jahreswechsel und andere Unwägbarkeiten des Lebens. Er folgt in Kürze, wie Sie sehen. 

Katzen, Katzen, und wieder Katzen, – ich bin von Katzen umzingelt. Ja, damit muss ich jetzt wohl leben. Somit ist auch klar, warum die meisten meiner neuartigen Glückssymbole eben wieder Katzen darstellen. Es soll eben so sein. Es ist Gottes Wille. Oder meine Katzen haben die Bilder heimlich in meinen Fotoordner geladen. Das kann natürlich auch sein.