Zur Traumdeutung aus schamanischer Sicht, 7. Teil, jetzt erst recht mitten…….

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hinein in die Tiefe des Traumes.

Zunächst geht es um ein paar seltsame doch durchaus wesentliche Untersuchungen,

die Träume des Alltags betreffend. Gleich danach hoppelt unser ungemein agiler Traumhase wieder weiter und mitten hinein in die langgestreckten Wiesen der Traumzeit.

Wir machen Sie ein wenig mit dem Konzept unserer Traumjurte vertraut und verlassen Sie, wenn auch nur rein geistig, in träumerischem Tanz verzaubert, im stets großmütigen Herzen der Traumfeen.

Beginnen wir ruhig gleich einmal mit der alltäglichen Seite des Träumens.

  1. Der Traum des Alltags

Unser Proband träumt im Alltag von einer eigenen kleinen Insel im Pazifik, auf der er seine Beine der Länge nach im Sand ausstrecken und unter einer schattigen Palme dem Rauschen des Meeres lauschen möchte.

Doch tut er irgendetwas dafür, diesen Traum jemals Wirklichkeit werden zu lassen?

Soweit wir wissen: Nein. Er unternimmt nicht einmal die ersten notwendigen Schritte zu dessen Verwirklichung. Er hat kein Flugzeug oder Schiff bestiegen, sich nicht etwa irgendwo, ja zumindest virtuell, erkundigt, welche kleinen und gar lieblichen Eilande zur Zeit zu haben wären oder eines neuen Besitzers harrten.

Ja, er hat noch nicht einmal eine Fototapete mit seiner ersehnten karibischen Inselidylle auf die Wand seines Schlafzimmers appliziert.

Vielmehr verweigert er in einer Art traurig stimmenden Trotzes jegliche noch so kleine Bewegung hin zu seiner eigenen ganz privaten Insel der Seligen.

Ist er nun in diesem Umgang mit dem eigenen Wunschtraum etwa alleine?

Keinesfalls. Nach einer vom Institut für gesellschaftliche Glücksforschung und private Romantikbewertung in Auftrag gegebenen Studie wird der eigene Wunschtraum vielmehr vom Großteil der Bevölkerung dieses Kontinents aus prekären Gründen nicht ausreichend wahrgenommen oder gar ins Unbewusste verdrängt. Zudem wird dieser Traum zumeist entweder als kindlich verurteilt oder mit grimmiger Wut in Form beständig anhaltender Vorwurfshaltungen an die Umwelt zurückgespiegelt. Es steht also schlecht um die Verbindung von Wunsch und Traum im Alltagsleben des Europäers.

Deutung des alltäglichen Traums:

Der Wunschtraum kann hier nicht weiter gedeutet werden, weil er wie oben ausgeführt im realen Leben der ihn Träumenden keinerlei Rolle zu spielen scheint. An seine Stelle tritt zumeist ein psychosomatisch relevantes Gefühl ungewisser Schwere, welches, vor allem nach spätabendlicher Einnahme größerer Mengen von Schmelzkäse oder Quargel, auch recht empfindliche Störungen in der Harmonie des nächtlichen Traumgeschehens zur Folge haben kann.

Dazu ist an dieser Stelle leider nichts weiter Erbauliches anzuführen.

Das Bild dieses meisterhaften Träumers ist hingegen durchaus erbaulich, kann von den schamanisch weniger Gebildeten unter uns aber zumeist nicht in der vollen Tragweite seiner Bedeutung erkannt und dementsprechend bewusst hoch geschätzt werden. Lassen Sie es also ruhig zunächst auf Ihr Unbewusstes wirken. Das weiß dann schon, worum es geht. Und wenn Sie ganz ganz stillhalten und andächtig in sich hinein hören, mag es sein, dass Ihr Unbewusstes mehr oder weniger sanft sogar bisweilen Bruchstücke der wahrhaft bemerkenswerten Aussage dieses Bildes für Sie frei zugänglich macht.

Wenden wir uns deshalb lieber wieder dem schamanischen Träumen zu.

Träumen im Wachzustand lehrt uns, dass der Traum sowohl magische und mythische Substanz als auch die Qualität einer eigenen Entität im kosmischen Geschehen besitzt und nicht etwa nur eine Abreaktion des Tagesgeschehens in unserem Gehirn darstellt.

Ein ausgezeichnetes Beispiel für schamanisches Traumgeschehen im Wachzustand stellt die alljährlich im Nagual-Schamanismus feierlich abgehaltene Traumjurte dar. In deren Rahmen sehen wir immer wieder einmal, wie gleichsam alle an ihr teilnehmenden Personen Schritt für Schritt und Zug um Zug in den Tiefen des Traumes zu versinken scheinen, bis sie schließlich wie durch ein Wunder oder das Zutun meisterlicher schamanischer Unterstützung auf der eigentlich ja gar nicht wirklich vorhandenen anderen Seite des Traumes wieder das Licht der gewohnten Wirklichkeit erblicken. Danach kommt es häufig vor, dass die durch den Traum Gereisten aufgrund der unglaublichen Erfahrung des Traumbereichs in seiner ganzen Tiefe und Ästhetik, ihre eigene Lebenswirklichkeit nunmehr auf einmal mit ganz anderen, sozusagen also mit bewusstseinserweiterten, Augen zu betrachten imstande sind.

  1. Ein Traum in der TraumjurteBei der Erzählung dieses Traumes können wir unseren bisher so brav mitwirkenden Probanden nunmehr in seine wohlverdiente Freizeit entlassen, auch wenn er diese aus den im vorigen Abschnitt angeführten traurigen Gründen wohl wieder nicht auf seiner ersehnten Trauminsel verbringen wird.

Der Ihnen im Folgenden zur Kenntnis gebrachte Traum wurde nämlich als Teil einer Gruppenveranstaltung im Rahmen einer der bereits vergangenen Traumjurten in die Welt gesetzt. Deshalb, und weil sich zumindest ein paar wenige der ihn mitträumenden Teilnehmer dieser Veranstaltung noch an seinen Ablauf zu erinnern vermögen, kann hier bei seiner Nacherzählung auf die Hilfe unseres wohlerprobten Probanden mit Leichtigkeit verzichtet werden.

Oh, da fällt mir gerade auf, dass die Uhr der Traumzeit für diesen Teil des Blogs schon wieder fast ganz abgelaufen ist. Ich muss mir in nächster Zeit wirklich eine größere Sanduhr besorgen, oder aber, ich schwindle ein wenig, wenn Sie gerade nicht hersehen, und drehe sie vielleicht unauffällig einmal zusätzlich um, sobald der ganze Sand wieder auf einer Seite liegt.

Hier die gerade angesprochene schon wieder einmal ablaufende Uhr.

Allerdings wären dann meine Blogs sogleich noch um ein Vielfaches länger.

Nein, das kann ich wohl keinem modernen Leser zumuten.

Das passt ja auch nicht mehr auf den allergrößten Handybildschirm.

Besser wir teilen auch diesen Teil jetzt wieder in zwei Teile auf.

Lesen Sie also ruhig weiter in der traumhaften Fortsetzung meines Blogs, in seinem achten und vorletzten Teil mit dem Titel Zur Traumdeutung aus schamanischer Sicht, 8. Teil, oder: Sie hätten sich bis vor Kurzem wohl gar nicht zu erträumen gewagt, dass….

Verfolgen Sie also diese Entwicklung nur gespannt weiter. Wie immer gilt: Sie werden schon sehen.

Das Beitragsbild steht übrigens keineswegs Kopf. Es handelt sich vielmehr bei ihm um einen Ausschnitt aus jenem seltsamen Traum in dem große längliche Aliens mit einem hinterhältigen Plan anrücken, bei welchem sie die ahnungslose Menschheit unter Zuhilfenahme der menschlichen Gier nach umweltfreundlicher Energiegewinnung über die Ankunft einer feindlichen Invasionsflotte leicht hinweg täuschen können.