Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen. Nagual, Ekstase, Magie, Spirit – Die Begegnung mit der Kraft. 7. Aspekt: Nicht-duale Kraft und holistische Vision. 1. Teil.

Wenn Sie meine bisherigen Ausführungen über Nagual, Ekstase, Magie und Spirit eifrig verfolgt haben, sollten die Beschäftigung mit dem Unfassbaren und die Welt des magischen Träumens bereits ein wenig näher an Ihr schamanisches Verständnis heran gerückt sein.

Lassen Sie uns die bisherigen Stichworte in den oft recht langen Überschriften kurz noch einmal anführen, um eine Art Überblick über die Aspekte der Begegnung mit der Kraft zu erhalten.

Die letzten 23 Blogs zum Thema Back to the Roots umfassten:

  • 1. Aspekt: Sichtbares und Unsichtbares. 1., 2. , 3. und 4. Teil
  • Zwischenspiel….: Die Kraft der Feen. 
  • 2. Aspekt: Schamanische Tiefe und Oberfläche. 1. bis 4. Teil.
  • 3. Aspekt: Pirschen in die Tiefe. 1. bis 4. Teil
  •  4. Aspekt: Zwischen Pirschen und Träumen. Der Raum der Unendlichkeit. 1.,2, und 3. Teil
  • 4.5.Aspekt: Zwischen Träumen und Pirschen, aber schon etwas näher am Traum als zuvor, 1. und 2. Teil.
  • 5. Aspekt: Traum und Unendlichkeit. 1. und 2. Teil
  • 6. Aspekt: Die Magie der Übergänge 1. und 2. Teil 
  • Zwischenspiel, das zwischen dem 6. und 7. Aspekt unserer Betrachtung Platz nimmt: Die Heiligtümer des Nagual-Schamanismus.

Jetzt wenden wir uns jener einen Kraft zu, auf welche sich alle anderen Kräfte im Universum zurückführen lassen: Der zentralen Kraft. Sie können diese auch als Kraft des Spirits oder göttliche Kraft bezeichnen. Wesentlich an ihr ist neben der Qualität des Allumfassenden jene der Nicht-Dualität. Gegensätze wie Ruhe und Bewegung, Objekt und Subjekt, Nähe und Distanz, Zeit und Zeitlosigkeit. Leere und Fülle oder Form und Inhalt lösen sich in der zentralen Kraft auf. Sie verbindet Polaritäten zur Einheit und durchdringt Alles auf spirituelle und ganz pragmatische Weise gleichzeitig.

Die Wirkung dieser Kraft kann sehr gut in der Bewegungstrance erfahren werden, in welcher wir uns ihrem Einfluss hingebungsvoll überlassen. Dabei treten bisweilen holistische Visionen auf, das heißt, wir können spirituelle Wahrheiten des Universellen erfassen, manchmal bildhaft, manchmal durch Einsetzen eines tiefen Wissens über bestimmte Aspekte des Universums.

Die Visionen, welche durch das Wirken der zentralen Kraft bestimmt sind, unterscheiden sich doch recht grundlegend von den Bildern, welche wir in einem Alfa-Zustand wahrnehmen, wie er beispielsweise beim Aufsuchen eines imaginativen Erlebnisraums entsteht.

In der zentralen Kraft treten Nagual, Tonal, Traum und Vision als verschiedene Aspekte ein- und desselben auf.
Die Visionen, welche wir durch die Begegnung mit der zentralen Kraft erhalten, haben mythische Tiefe und spirituelle und magische Gültigkeit. Sie zeigen anhand bestimmter Aspekte des Universellen immer zugleich das Universelle selbst, die Ganzheit des Kosmos und seine spirituellen und magischen Gegebenheiten auf. Dadurch kommt diesen Visionen eine Art Einweihungscharakter zu. Wie tief diese Einweihung reicht hängt natürlich von der Tiefe und Klarheit des Empfangens der Vision ab. In der Vision selbst nehmen wir jeweils einen ganz bestimmten Platz im Kosmos ein, der uns intensiv Auskunft gibt über unsere wahre Bestimmung und unseren möglichen spirituellen, magischen und schamanischen Weg.
Die zentrale Kraft kann auch magisch und spirituell vom Schamanen genützt werden wenn er mit ihr in Verbindung tritt.

Der visionäre Aspekt und die Verbindung mit der göttlichen Urkraft unterscheiden unseren Nagual-Schamanismus von anderen nagualistischen Richtungen, in denen es vor allem um die Beherrschung nagualistischer Magie geht.
Nagualistische Magie kommt durch Veränderungen unseres magisch wirksamen Wahrnehmungsdialoges mit der Umwelt zustande.

Es ist gerade die Hinwendung zu scheinbar unterschiedlichen, in ihrem Kern aber tief miteinander verbundenen Formen von Magie und Erscheinungsweisen des Spirits, welche unsere schamanische Richtung kennzeichnen.