Back to the roots: Schamanismus pur. Die Begrifflichkeit des Außergewöhnlichen.  Statt des versprochenen Blogs folgt zunächst: Wieder ein Zwischenspiel. Kraftjagen und andere schamanische Arten des Zeitvertreibs. Teil 1

Gerade hatten wir noch einen magischen Blog in mehrere Teile zerlegt, was schließlich auch Spaß machte.

Danach wäre es jetzt an dieser Stelle mit dem nächsten Teil des Blogs weitergegangen.

Doch Alles kam wieder einmal ganz anders als selbst von uns in der Anwendung von Orakeln gut geschulten Schamanen vorherzusehen gewesen wäre.

Denn ein anderer Text sprang ein und dazwischen, ein Text, der sich ursprünglich ganz und gar nicht in diese sonntägliche Kolumne hätte einmischen dürfen.

Doch es geschah eben genau dieses nicht Vorhersagbare, jenes nicht zu Berechnende, das ja in Wahrheit immer wieder einmal ganz unvermutet aber eben auch ebenso unvermeidlich tatsächlich überall auftritt.

Eigentlich hätte also jener andere, für etwas ganz Anderes bestimmte und schon gut vorbereitete Text schließlich gar nicht hier erscheinen sollen. Nein, vielmehr hätte er eindeutig in die Kolumne Nüchtern betrachtet gehört.

Er meldete sich jedoch aufgrund seiner inzwischen erfolgten Aufladung mit magischen Nebenhandlungen nicht mehr zur Stelle, an welcher es darum ging, ihn zu veröffentlichen.

Im Gegenteil:
Er war und blieb zunächst verschwunden, war also offenbar direkt abgetaucht, als es darauf ankam, sich zu zeigen, und floh stattdessen frech mitten durch die weit aufgespannten Räume unserer schamanischen Zeitung.

Kurz erfasste mich darauf hin die klassische Ratlosigkeit des Schamanen, der seinen entflohenen Blog sucht.

Falls Sie dieses Gefühl nicht kennen sollten und es vielleicht sogar noch niemals selbst erlebt haben, kann das jetzt natürlich zweierlei Ursachen besitzen.

Wie auch immer:

Wieder einmal griff meine Frau an dieser Stelle rettend ein und war bereit, das verschwundene Nüchtern betrachtet durch einen von ihr verfassten Text zu ersetzen.

Das hatte zudem gleich noch einmal zwei unschätzbare Vorteile:

Erstens eröffnete es mir die Möglichkeit, den verschwundenen Text in die mystischen Bereiche meines magischen Sonntagsblogs zu verfolgen, in welche er sich schmollend zurückgezogen hatte.

Zweitens erhielt ich auf diese Weise endlich einen Beitrag meiner Frau zu Nüchtern betrachtet.

Wie erwartet erwies sich dieser als stark und irgendwie auch als heftig.

Aber klar. Eindeutig. Unverrückbar. Sehr spirituell.

Er spiegelte also einfach die Qualitäten meiner Liebsten und meiner Ehefrau wider.

Bei diesen beiden Damen handelt es sich natürlich um ein und die Selbe, soviel sollte aus dem Vorhergegangenen doch jetzt schon klar hervorgegangen sein.

Jedenfalls kann ich jetzt ihre Aussagen über Spiritualität, Besessenheit, Normalität und Wahnsinn in Ruhe genießen.

Auch Ihnen steht diese feine Möglichkeit offen, wenn Sie sich auf das nächste Nüchtern betrachtet einlassen wollen, das mehr oder weniger schon auf Sie wartet.

Was war aber jetzt aus dem ursprünglichen Blog zum Thema Nüchtern betrachtet geworden?

Er blieb als Kuckucksei mitten im Sonntagsblog hängen wenngleich er noch immer mit den berühmt-berüchtigten Worten Nüchtern betrachtet anfing.

Doch er hatte bereits begonnen, von Magie, Schamanen und dem Unfassbaren zu schwärmen und darüber hinaus auch noch die Unverschämtheit besessen, offen über solche eigentlich ganz geheimen Dinge zu berichten.

Deshalb konnten wir ihn jetzt nicht mehr aus dem Raum unseres sonntäglichen Blogs hinauswerfen. Er blieb dort und lauerte ein Weilchen.

Und schon kamen Sie gerade jetzt bei ihm vorbei, und er warf sich Ihnen mit einem krächzenden Laut der Kraft direkt zu Füßen.

Hier ist er also, in vollster Lebensgröße, und ohne weitere Umschweife steht er da und bannt Ihre gesamte Aufmerksamkeit mit seiner faszinierenden Botschaft.

Nüchtern betrachtet……diesmal von….ach, lesen Sie nur, wie es kam, dass…… 

Das kleine deutsche Eck ist mitunter das Bermuda-Dreieck der Texte.
Kaum war ich mit unglaublichen 190 Stundenkilometern ganz knapp einem auffahrenden Meteorstück,…
 

….das mir wohl ein nicht ganz freundlich gesinnter mexikanischer Schamane hinterhergehetzt hatte, entkommen, schon waren die mitgeführten Dateien im Computer durch das Rütteln meines aufgebrachten schamanischen Fahrzeugs so durcheinandergeraten geraten, dass aus zwei vorher wohl geordneten nüchtern betrachteten Beiträgen nur ein einziger stark verschüttelter Beitrag wurde.

Da musste ich unbedingt eingreifen und den übrig gebliebenen stark vermischten Text durch kleine Lenkbewegungen mit dem Cursor und den Tasten meines Computers in eine ganz bestimmte Richtung treiben.

Als ich kurz danach das Puzzle mit einem Mal fast nicht mehr zusammensetzen hätte können und der Verzweiflung schon ganz nahe war – haben Sie jemals einen Schamanen in aller Öffentlichkeit in Tränen ausbrechen sehen?…ich nicht, oder wenn, sage ich es Ihnen jetzt nicht weiter ….wir Schamanen tun das eben einfach nur selten in aller Öffentlichkeit, ich meine, in Tränen der Verzweiflung auszubrechen – als ich also das Puzzle fast nicht mehr zusammensetzen hätte können und den Tränen der Verzweiflung schon nahe war wie nur ganz selten, da mischte sich meine Frau ein und gab dem Text eine völlig neue und überraschende Wendung, und alles fand plötzlich wie durch ein Wunder auf seinen angestammten neuen Platz zurück.

Doch der Charakter des Textes hatte sich inzwischen unwiederbringlich verändert.
Jede Anwendung von Magie ist eben ein unumkehrbarer Prozess, wie wir Schamanen wissen.

Lesen Sie weiter im zweiten Teil unseres magischen Zwischenspiels….

 

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