Der schamanische Leckerbissen,…hier erfahren Sie mehr über den seltsamen Vogelspieler….

Beim Vogelspieler ging es, soweit ich mich erinnere, doch eindeutig um etwas anderes.

Der Vogelspieler oder das Geheimnis wahrer Zuverlässigkeit. Teil 2

Ob sein Körper überhaupt von Federn bedeckt war, muss hier ebenfalls noch offen bleiben.

Doch es geht noch weiter. Bleiben Sie standhaft, da müssen Sie jetzt eben einfach durch, auch wenn Sie tatsächlich kein absoluter Vogelliebhaber sein sollten.

  • Alle rezenten Vögel besitzen einen Schnabel ohne echte Zähne. Einige ausgestorbene Arten waren dagegen bezahnt. Der Schnabel besteht bei Vögeln aus Knochensubstanz mit einer Hornscheide; Ausnahmen bilden nur die Taubenvögel (Columbiformes) und die Gänsevögel (Anseriformes), bei denen der Schnabel aus Knochenmasse besteht und von einer weichen Haut überzogen ist.

Quelle: wie bisher, und auch, so blau und kursiv, im weiteren: WWWWikkipedia.

Auf keinen Fall handelt es sich bei dem Vogelspieler etwa um einen bezahnten und daher schon ausgestorbenen Vogel.

Alle bekannten Vogelarten haben eine relativ hohe, konstante Körpertemperatur (Endothermie), die höher ist als bei allen anderen heute lebenden Tieren und ca. 42 °C beträgt. Einige Vogelarten, z.B. Kolibris und Kohlmeisen senken bei der Nachtruhe ihre Körpertemperatur um ca. 10 °C.

Die Sache mit der relativ hohen konstanten Körpertemperatur wäre im Zusammenhang mit dem Vogelspieler natürlich schon eine interessante Erklärung für einige ihm zugeschriebene erstaunliche Phänomene. Aber schauen wir zunächst noch weiter:

Die meisten Vögel sind flugfähig. Alle flugunfähigen Arten haben sich aus Arten entwickelt, die ursprünglich fliegen konnten. Dies betrifft zum Beispiel Laufvögel, Pinguine und viele Inselformen, wie die Kiwis (Neuseeland) und den Stummelkormoran (Galapagosinseln).

Das Vogelskelett ist leicht gebaut. Es besitzt zur Gewichtsreduzierung hohle (pneumatisierte) Knochen. Der Anteil der Knochenmasse macht nur 8 bis 9 Prozent der Gesamtkörpermasse aus, während er bei einigen Säugern bis zu 30 Prozent betragen kann. Das sehr große Brustbein hat einen vorspringenden Kiel (Carina), der als Ansatz für die sehr großen Flugmuskeln dient.

  • Die Herzschlagfrequenz ist hoch: Die maximale Herzschlagfrequenz eines Straußes beträgt 178 Schläge pro Minute, diejenige eines Haussperlings 900 und schließlich diejenige eines Blaukehl-Sternkolibris 1.260 Schläge pro Minute.
  • Das Zentralnervensystem (ZNS) ist hoch entwickelt, unter den Sinnesorganen ist besonders die Leistungsfähigkeit des Auges bemerkenswert. Einige Vögel sind wahrscheinlich Pentachromaten, haben also fünf Typen von Farbsinneszellen (Zapfen). Das für die Verarbeitung optischer Reize zuständige Hirnareal ist stark vergrößert.
  • Die Stimmbildung erfolgt bei Vögeln nicht im Kehlkopf (Larynx), da Stimmbänder fehlen. Dafür liegt an der Gabelung der Trachea ein gesondertes Organ, der Stimmkopf (Syrinx), auch als unterer Kehlkopf bezeichnet. Die Vogellunge mit ihren Luftsäcken ist komplizierter gebaut als die aller anderen Wirbeltiere. 

Nun ja, das würde auch schon so einiges erklären. Selbst wenn wir die Sache mit dem Kehlkopf jetzt einmal ganz bei Seite lassen wollen.

Abstammung von Dinosauriern
Die Evolution der Vögel beginnt im Jura. Die Vorfahren derVögel waren nach Ansicht der Mehrzahl der Forscher kleineRaubdinosaurier (Theropoden) aus der Gruppe der Maniraptora, die allerdings nach dem Fossilbericht lange alsreine Bodenläufer galten. Die Vertreter einer Nicht-Dinosaurier-Abstammung der Vögel hatten lange darauf hingewiesen, dass fliegende oder gleitfliegende Tiere immervon baumlebenden Vorfahren abstammen, die sich zu Baumspringern entwickelt haben – die Vögel müssten entsprechend von baumlebenden Reptilien abstammen. Erstim Jahr 2000 wurde Microraptor entdeckt, eine wahrscheinlich baumlebende Gattung gefiederter Theropoden. Diese Entdeckung stützt die These der Zugehörigkeit der Vögel zu den Maniraptoren (und damit zu den Dinosauriern). Die Debatte, ob sich die Vögel aus Bodenläufern oder aus Baumspringern entwickelt haben, ist jedoch noch nicht entschieden.

Sinnesleistungen der Vögel

Die Sinnesleistungen der Vögel unterscheiden sich nicht grundlegend von denen der Säugetiere. Allerdings gibt es aufgrund der anderen Lebensweise Unterschiede in der Konstruktion und der Gewichtung der einzelnen Sinne, die es oft schwer machen, sich vorzustellen, wie Vögel ihre Umwelt wahrnehmen.

 

 

Vergleich des Handskeletts: Links der Maniraptor Deinonychus, rechts: Archaeopteryx (verschiedene Maßstäbe)

Anmerkung des Autors aus der Jetztzeit: Vielleicht hätte dieser Artikel ja eher unter der Rubrik Die Sendung mit dem Hu(h)n(d) erscheinen sollen, aber jetzt ist es dafür wohl zu spät…..

Magnetsinn

Bei einigen Arten, besonders bei Zugvögeln, ist ein Sinn für das Magnetfeld der Erde nachgewiesen. Dieser Magnetsinn ist wahrscheinlich in beiden Augen des Vogels und/oder im Schnabel lokalisiert. Der Magnetsinn im Auge funktioniert mit Hilfe der sogenannten Radikalpaarbildung. Hierbei lässt das ins Auge fallende Licht bestimmte Moleküle zu Radikalen zerfallen. Diese Reaktion könnte durch das Erdmagnetfeld beeinflusst werden. Der Magnetsinn im Schnabel funktioniert durch eingelagerte magnetische Teilchen, die sich nach dem Magnetfeld der Erde ausrichten und so einen Reiz auf das umliegende Nervengewebe ausüben. Im Gegensatz zum technischen Kompass richtet sich der Magnetsinn der Vögel nicht nach der Polung des Erdmagnetfeldes, sondern basiert auf der Erkennung der Inklination des Magnetfeldes.

Vögel und Menschen
Mythologie, Redewendungen, Motiv in der Kunst

Seit der Menschwerdung hat der Homo sapiens auch die Vögel aufmerksam beobachtet, um sich von ihnen orientieren oder warnen zu lassen, sie zu jagen oder einzufangen.  Der afrikanische Honiganzeiger beispielsweise führt Menschen zu den Nestern von Wildbienen, um die Larven zu fressen, während der Mensch vom Honig profitiert.

Ist der Vogelspieler jemand, der während seines Spiels Vögel beobachtet, um sich an ihrem Verhalten zu orientieren und dadurch selbst in seinem Spiel zu besseren Ergebnissen zu gelangen?
Nein. Das kann in seinem Fall wohl eher nicht der Fall sein. Aber lesen wir weiter:

In vielen Kulturkreisen spielen Vogelarten daher in der Mythologie eine Rolle, vom Adler bis zum Sperling. Zu den mythischen Vögeln zählen etwa Phönix, Greif, Ziz (Jüdisch), Roch (Arabisch), Feng (Chinesisch) oder Garuda (Indonesisch). Daneben seien die Harpyien der griechischen Sagenwelt genannt sowie Wotans Begleiter, die Raben Hugin und Munin. Die Heraldik ist reich an stilisierten mythischen Vögeln. Hier tritt insbesondere der Adler in Erscheinung, der das Wappentier vieler Staaten ist (Deutschland, Österreich, Polen, USA u. a.).

Vögel erscheinen in vielen Redensarten: Jemand „stinkt wie ein Wiedehopf“ oder ist „zänkisch wie eine Meise“ oder „ist einfach ein Gimpel“, wenn er „jedem auf den Leim geht“ (gemeint hier der Vogelleim). Gestisch kann man ihm „einen Vogel zeigen“. 

Der Vogelspieler stammt also womöglich von den Dinosauriern ab.

Ja, auch das ist jetzt nicht ganz von der Hand zu weisen.

Man könnte dem Vogelspieler natürlich auch einen Vogel zeigen.

Das wäre aber ausgesprochen unhöflich und würde bei internationalen Turnieren sicherlich auch zum sofortigen Ausschluss des Vogel zeigenden Athleten führen selbst wenn er sich danach bei der Turnierleitung erklärender Weise auf den Begriff Vogelspieler berufen sollte.

Vogelschutz

Die Zahl der Vogelarten nimmt ab. Viele der ausgestorbenen Arten gehörten zu Inselpopulationen; sie wurden durch den Menschen oder von ihm eingeführte andere Tierarten verdrängt, ein Prozess, der schon vor Beginn der Industrialisierung einsetzte und sich nun verstärkt hat. Gegenwärtig gelten über 10 Prozent der etwa 10.451 rezenten Vogelarten als gefährdet. Sie werden in sogenannten roten Listen aufgeführt. Neue Berechnungen ergaben sogar, dass bis 2100 etwa zwölf Prozent der Arten aussterben könnten.

Der Vogelspieler ist wohl keine aussterbende Art. Er gehört auch keiner Inselpopulation an.

Nein, er kann wirklich überall vorkommen.

Erfahren Sie mehr über das Geheimnis des Vogelspielers im dritten Teil dieses Blogs.