Räuber Katzentrotz als Urschamane, Teil 3.

Hier steht er also, Räuber Katzentrotz, in seinem bekannten Schamanengewand. Ich sehe ihn geistig vor mir. Er wird Ihnen jedenfalls helfen, den wahren Schlüssel zu Ihrem eigenen begehrt Sein wieder zu finden.
Sie müssten sein prächtiges Gesamtbild dem Beitragsfoto im ersten Teil des Blogs entnehmen, falls Sie sich an seine imposante Erscheinung jetzt vielleicht gerade zufällig nicht mehr erinnern können.

Katzentrotz, oder wie er nach älteren Überlieferungen eigentlich richtig heißt: Koatzentrutz, der Räuber.

Weiters in diesem Blog zu finden: Das Wilde Schamanische Herz der Natur sowie
Die Begegnung mit dem Urgrund der Welt im Schamanismus.

Wir, gemeint ist jetzt hier entweder der Plural schamanis, oder der Plural des etwas in die Anonymität des Wirs zurückweichenden Autors, der Plural auctoris, oder aber auch der Plural felis, der sich auf die heimliche Co-Autorenschaft meiner häuslichen Katzenbande bezieht, die jedesmal, wenn ich mich dem Computer nähere, ihre Pfoten wie selbstverständlich wieder von der Tastatur nehmen und, mit einem leisen Schnurren, aufdringlichem Miauen und sich an mich drücken, vergeblich versuchen, meinen begründeten Verdacht ihrer Mittäterschaft, soll sagen, Mitautorenschaft an meinen beiden Websites, der schamanischen und der körpertherapeutischen, vor mir zu verschleiern.
Das ist natürlich völlig sinnlos, ich weiß nämlich noch genau, was ich selbst geschrieben habe und was aus Katzenhand stammt! – ich will hier natürlich sagen, mit samtiger Katzenpfote hinterrücks in den Computer geklopft wurde.
Im übrigen bin ich mir jetzt auch beim Namen des berühmten und von mir hier als Schamanen eingeschworenen Räubers jetzt plötzlich nicht mehr ganz sicher. Irgendetwas an seinem Namen erinnert mich jedenfalls verdächtig an….wie auch immer, lassen Sie uns doch mit Wichtigerem fortfahren.

Wir also haben ja schon in unserem tiefsinnigen Streitgespräch mit Gottfried vom Wurde, meinem mittelalterlichen Mitstreiter, vorzüglich die vielen Seiten von Räuber Koatzentrutz in seiner ganz klassischen Eigenschaft als Schamane herausstreichen können.

Zum zweiten steht wohl fest, das Koatzentrutz in der mythischen Zeit lebt. Diese hat der unseren natürlich einiges voraus, unter anderem ihre überragende Zeitlosigkeit.

Wenn wir also jetzt Räuber Koatzentrutz alle Anzeichen eines wirklich großen Schamanen zuerkennen wollen, wird er allein durch seine Zeitangehörigkeit als Bürger der mythischen Zeit fast schon automatisch zum Urschamanen. Womit der erste Teil unseres Beweises ja ganz und gar erbracht wäre.

Die Feststellung seines Ranges als Urschamane kommt hier im Übrigen durchaus einer Art schamanischer Heiligsprechung gleich.
Schamanen beten ihre Heiligen zwar durchgehend nicht an, verehren sie aber insgeheim häufig im stillen Kämmerchen.

An dieser Stelle kommt es mir natürlich auch sehr gelegen, dass mein mittelalterlicher Freund und Kollege Gottfried vom Wurde noch mehr oder weniger stark betäubt unter seinem Tisch liegt und schnarcht. So kann er wenigstens jetzt keine Einwände gegen die soeben durch mich erfolgte schamanische Heiligsprechung des Räubers Koatzentrutz erheben. Besser so.

Hier sehen Sie im Übrigen das tapfere Pferd des berühmten schamanischen Räubers. Wenn Sie jetzt aber genau hinblicken, wird Ihnen gleich die wesentliche Besonderheit dieses stolzen Tieres auffallen: Es besaß nämlich zwei Köpfe. Daraus erklärt sich zu einem nicht unbeträchtlichen Teil der Erfolg Koatzentrutz´. Denn einerseits war den meisten seiner Zeitgenossen der Anblick eines zweiköpfigen Pferdes nicht ganz geheuer und sie leisteten dementsprechend keinen Widerstand gegen Koatzentrutz vielleicht ja doch ein wenig ungebührliche Forderungen, und zweitens soll dieses Pferd aufgrund seiner Zweiköpfigkeit auch in der Lage gewesen sein, seinen geliebten Herrn und Meister, also Koatzentrutz, vor jeglicher bevorstehender Gefahr durch intensives und schrilles zweiköpfiges Wiehern immer noch gerade rechtzeitig in Kenntnis zu setzen.

So bleiben gerade einmal vier weitere Fragen für uns hier zu beantworten übrig. Eine Kleinigkeit, sozusagen:

1. Warum also macht Sie Schamanismus auch im Alltag viel begehrenswerter?

2. Und was hat dies alles mit dem alten mystischen tibetisch-indischen Begriff des Kaamtan-trasu-tras zu tun?

Sie erinnern sich ja hoffentlich noch daran aus dem ersten Teil des Blogs:

Es bedeutet übersetzt in etwa: Verhalten Sie sich gerade jetzt gerade so, dass Ihre Handlung auf ungemein erfrischende und erfreuliche Weise wieder gerade auf Sie selbst zurückfällt und zwar schon…(ab dieser Stelle war der Text der Übersetzung leider schlecht zu lesen).

3. Schließlich wäre auch noch die Bedeutung des Urgrunds der Welt im Schamanismus abzuklären.

4. Und auch das Wilde Schamanische Herz der Natur harrt noch seiner Einführung in diesen Blog.

Seien wir ruhig großzügig: Wir geben gern noch ein Fünftes drauf.

5. Wir wollen uns also zwischendurch auch noch mit dem Schamanischen Urgrund der Wildnis abgeben.

Vergessen Sie dabei aber bitte nicht unsere Ausgangslage: Sie sind nämlich während des gesamten Blogs dazu eingeladen, Ihre Ansichten über die Bedeutung des Schamanismus zu überdenken oder zumindest etwas zu erweitern.

Um diese ganze Sache mit den unerledigten Fragen und Antworten jetzt etwas abzukürzen, stellen Sie sich einfach eine Art von Raster in drei Schichten, die aber einander auch jeweils durchdringen, vor.

Ganz unten erwartet Sie der Urgrund der Welt im Schamanismus.
Das Mysterium des Seins, wie es nur Schamanen Schritt für Schritt in ihrer Entwicklung ganz allmählich zugänglich ist.

Dazwischen finden Sie den schamanischen Urgrund der Wildnis.

Dann, weiter oben, das Wilde Schamanische Herz der Natur.

Mit diesem wollen wir beginnen:

Das Wilde Schamanische Herz der Natur ist eine Art des Naguals, des Unfassbaren.
Sie können es pulsieren spüren, sobald Sie sich in noch mehr oder weniger unberührter Natur aufhalten und das dazugehörige schamanische Feld geöffnet wurde. Es ist eine ekstatische Pulsation, die Ihnen direkt zeigen kann, dass der Geist der Natur in der Wildnis lebt und wir alle ursprünglich ein Teil von ihm sind.

Der Schamanische Urgrund der Wildnis liegt dann sozusagen am Boden dieser Erfahrung. Sie können ihn als die Tiefe des Geistes in der Natur spüren, wenn Sie sich dem mystischen und gleichzeitig tief magischen Element Ihres eigenen Seins öffnen, das Sie vielleicht sogar in Folge auf den schamanischen Weg ziehen will.
Dazu müssen Sie allerdings zuvor dann deutlich Ja gesagt haben.
Es ist wie eine Hochzeit mit dem Ekstatischen und Mystischen, das die Natur durchzieht. Eine Art alchymischer Hochzeit also, in der Sie und der Geist der Tiefe in der Natur einander erkennen und berühren.

So etwas in der Art findet bei der authentischen schamanischen Einweihung statt.

Der Urgrund der Welt im Schamanismus ist der Spielplatz des Geistes der Ekstase.
Das Universum erscheint uns mit einem Mal als Aneinanderreihung verschiedenster Tänze oder Melodien, die gemeinsam die Schöpfung bilden. Alles bindet sich in diesen Tanz der Gesamtheit ein und bleibt doch im Wesen frei und es selbst. Alles kann in einem Moment innehalten, und dem Schamanen erlauben, den eigentlichen Moment der Kraft freizusetzen, in dem die Ordnung der Welt sich um ein Geringfügiges Richtung Harmonie verändert. Diesen Vorgang nennen wir dann Heilung oder Ganzwerdung.

Diesen Moment der Berührung mit dem schamanischen Urgrund der Welt und dem Geist jederzeit rituell in seiner ganzen Tiefe herbeiführen zu können, ist den Inhabern der Meisterschaft im Schamanismus vorbehalten.

Wenn Sie sich dem Geist der Ekstase, der Teil und gleichzeitig Wesensart des Universellen Geistes ist, zu öffnen gelernt haben, wird auch Ihr persönliches und Ihr mystisches Herz sich öffnen und Sie gleichzeitig liebevoller und selbst begehrenswerter als Gegenüber und auch als Partner machen.

Dies können Sie Schritt für Schritt oder Stufe um Stufe unter anderem bei uns im Zentrum für Nagual-Schamanismus und Essenzielle Körpertherapie im Rahmen unserer schamanischen und therapeutischen Aktivitäten erlernen.

Das von mir hier so genannte (man weiß ja nie so genau bei diesen alten Übersetzungen aus dem vor-tibetisch-prä-indischen Kontext, wie weit es sich bei der genauen Aussprache oder Schreibweise eines Wortes nicht nur um die Phantasie eines gelangweilten Archäologen handelte) Kaamtan-trasu-tra bezeichnet ja vor allem die Frische Ihres eigenen Geistes in seiner ganzen Bereitschaft für ungeahnte aber als freudig interpretierte Erfahrungen. Dies hat, wenn ich mich nicht täusche, sehr wohl etwas mit dem Zen-Geist gemeinsam.

Verhalten Sie sich gerade jetzt gerade so, dass Ihre Handlung auf ungemein erfrischende und erfreuliche Weise wieder gerade auf Sie selbst zurückfällt und zwar schon…(ab dieser Stelle war der Text der Übersetzung leider schlecht zu lesen)… wir wollen diesen Satz für Sie jetzt und hier doch noch so ergänzen, wie wir ihn für sehr wahrscheinlich und jedenfalls unbedingt für wahr halten: ….genau in diesem Augenblick, in dem Sie selbst ihre Handlung gerade beginnen.
Das heißt, es muss Ihnen einfach Spaß machen, in der Welt zu sein. Und Sinn schaffen, für Sie selbst. Und Ihnen zugleich auch tiefe Freude bereiten dürfen:

Gleichzeitig handelnd und empfangend, gleichzeitig gebend und selbst bewegt, gleichzeitig Beginn und Ende des Fadens. So verharren Sie inmitten der Welt im Unergründlichem.


Alle Beiträge aus:

Nachrichten aus dem esoterischen Eck,
zweite, verbesserte, ergänzte, fast unzensierte und gründlich überarbeitete Ausgabe,wieder herausgegeben vom Verlag Mainz und Kainz in der Reihe „Trauriger Unglaube: Schriften der Esoterik“, ursprünglich veröffentlicht 1982 im Rühr-im-Kessel-der-Großen-Mutter-Verlag, beide Wildschweinzheim, Letztausgabe 2015.
Hier mit freundlicher Genehmigung des altchinesischen Rechteinhabers abgedruckt.

Der Räubername Katzentrotz stellt, wie Ihnen ja sicher aufgefallen ist, übrigens eine Hommage an den Namen eines anderen recht berühmten Räubers dar, der hier natürlich aus Gründen des Urheberrechtes seinen Weg aus seinen Kindergeschichten direkt in diesen Blog nicht finden konnte.
Falls er nicht doch auf die heimliche Mitautorenschaft meiner Katzen zurückzuführen ist….wissen Sie was? Vergessen Sie diesen Teil doch einfach wieder. Alle Fragen kann man einfach nicht beantworten.

Das Beitragsbild zeigt das neueste Fahndungsfoto von Räuber Katzentrotz oder Koatzentrutz, wie er richtiger heißen sollte. Auch heute noch ist es gesellschaftlich nicht ganz ungefährlich, Schamane zu sein. Allerdings werden wir, – zumindest in der westlichen Welt-, nicht mehr verbrannt sondern höchstens auf verschiedenste subtile oder offene Weise zuweilen diskriminiert. Darüber sprechen wir aber besser ein andermal. Das Absehen vom Verbrennen der Schamanen und angeblichen Hexen weiß ich hingegen auch hier und jetzt durchaus zu schätzen. Vielleicht macht die Menschheit ja doch zuweilen kleine feine Schritte in Richtung realer, – und das heißt für uns als ganz und gar auch real spirituelle Wesen: geistiger -, Evolution.

 Aus der fantastischen Reihe: Schamanismus als Lebenshilfe für Gierige, daraus zitiert wurde aber vielleicht wieder erst der Teil eins.

Sie sehen also, dieser frühe Blog hatte es schon irgendwie ganz dick hinter den Ohren. Ob es sich dabei aber jetzt um die Ohren des Tigers handelte, an denen man sich ja bekanntlich bei einem Ritt auf demselben recht gut anhalten soll, oder vielmehr um Räuber Koatzentrutz´stets wachsame aber wahrscheinlich nicht immer hygienisch sauber gehaltene Ohren, das vermag ich Ihnen nach so langer Zeit jetzt leider auch nicht mehr mit Sicherheit zu sagen.

Denken Sie sich diese letztgültige Wahrheit am Ende des vorliegenden Leckerbissen-Blogs also bitte gefälligst selbst aus!

Anhand dieses letzten Fotos können Sie zumindest klar erkennen, dass es in meinen Gedanken inzwischen schon längst wieder Sommer geworden ist.