Die Sendung mit dem Hu(h)n(d), Klappe 18

Glücklicherweise handelt es sich aber heute um eine der seltenen Doppelsendungen mit dem Hu(h)n(d), welche ich mir gerade zu Ihrer geistigen und spirituellen Rettung ausgedacht habe.

Smeralda schweigt und brütet gerade über ihrem neuen Namen und all den Veränderungen, welche dieser mit sich bringen soll.

Haben Sie eigentlich inzwischen schon Ihre Hausaufgabe gemacht, und sich mit all den kleinen und größeren Dingen beschäftigt, welche Sie so tagein tagaus im Allgemeinen zu tun pflegen?

Wenn ja so finde ich das sehr gut. Bedenken Sie also dass es viel und immer mehr ist, was Sie stets in einem fort so zu tun pflegen. Erzählen Sie es mir aber bitte nur ja nicht, sonst bekomme ich Federnjucken oder Schnabelkratzen und alle möglichen anderen Zustände.

Wenn nein, so finde ich das überhaupt nicht in Ordnung. Sie wissen ja nicht einmal im Mindesten, wie Ihr eigenes Haus des Tuns und Lassens im Allgemeinen so ausschaut und was sich jetzt in Ihrem vielleicht gar nichtsnutzigen Leben denn so abspielt. Okay, das nichtsnutzige nehme ich zurück, da ist mir jetzt mein Hühnertemperament wohl mir mir durchgegangen. Ich weiß natürlich, dass Alles und Jeder in diesem Universum für einen tiefen und guten Zweck gebraucht und hierhergerufen ist, und somit von Nutzen für das Große Ganze. Allerdings bleibt mir der Nutzen mancher Zeitgenossen zeitweilig ein bisschen schleierhaft. Das liegt aber jetzt nicht daran, dass diese vielleicht Schleiereulen wären….haha, ….oh, nein, ich glaube, jemand hat mir etwas in meinen Tee getan, wahrscheinlich lalluzinogene Pilze, oder halluzinogene, also jedenfalls narrische Schwammerln, wie die Leute hier am Lande zu sagen pflegen, bevor sie sich mit Ihnen berauschen. Wie konnte das aber ausgerechnet mir passieren? Wahrscheinlich hat der widerliche Hund zugeschlagen, er hat einfach die narrischen Schwammerln aus der Wiese gerupft, mit seiner haarigen fahrigen narrischen Schnauze, hahaha….das ist ja nur zu komisch….nein, ich bin es nicht, ich stehe unter Drogen, mir wurden eben wohl diese Schwammerln verabreicht. Jetzt heißt es Haltung und Würde bewahren, mich nicht in das lächerliche Chaos der Schwammerl hineinziehen lassen, lächerliches Chaos, das ist wirklich auch sehr lustig, Sie verstehen schon, lächerlich eben…..also ich werde mich jetzt stolz aufrichten und mich dem Lachen stellen und es besiegen, es besiegen, es besiegen….ja, es geht schon besser, jetzt nur nicht an den Hund mit seiner stark behaarten lächerlichen Schnauze mit all den daraus hervorquellenden lächerlichen narrischen Schwammerl denken. Nein ich bleibe standhaft. Die Realität lässt sich durch ein paar kleine lustige Schwammerl nicht verzerren, zumindest nicht für mich. Ich habe den hühnerischen Durchblick noch nicht verloren, auch wenn sonst alles schon verloren zu sein scheint, das klingt jetzt leider ebenfalls viel zu lustig. Ich muss tief durchatmen und wieder ganz zu Sinnen kommen. Irgendwo da hinter mir wälzt sich der Hund gerade vor seiner Hundehütte auf dem Rücken und jault vor Vergnügen. Der wird sich noch wundern. Ich bleibe standhaft und ernst. Sein Plan ist somit gescheitert. Die Schwammerl können ein Huhn wie mich nicht……Wie auch immer, ich werde jetzt kurz innehalten und dann ein wenig später weiterschreiben. Die Wirkung der Pilze lässt ja wohl ohnehin schon nach wenigen Stunden wieder nach, soweit ich informiert bin…..

Das Huhn wurde auf einer Tragbahre aus dem Redaktionsraum getragen und lobte dabei kichernd die Voraussicht der Redakteure, die ihm gleich eine gar so wunderschöne Sänfte zur Verfügung gestellt hätten.

Im übrigen Team herrschte betretenes Schweigen. Wir tippten Alle auf klassisches Burnout durch hühnenhafte oder hühnerhafte Überarbeitung.

Sogleich beschlossen wir, den Platz des Huhnes bis zu seinem Wiedererscheinen hier freizulassen.

Der Hund bot uns zwar an, den Blog des offensichtlich irgendwie abgestürzten Huhnes zu Ende zu führen, wir von der Redaktion konnten aber aus Pietätsgründen auf seinen Vorschlag nicht zurückgreifen und beschlossen daher, dem Huhn einen kurzen aber doch wohl sehr erquicklichen Wochenendurlaub zu finanzieren. Danach könnte es ja in Windeseile seinen unterbrochenen Blog fortsetzen.

Das schien uns in Anbetracht der gerade vorherrschenden chaotischen Umstände auf jeden Fall das Beste zu sein.
Euch Allen Huhn auf inzwischen! wie der Volksmund im aufmunternden Gruß zu sagen pflegt.