Die Sendung mit dem Hu(h)n(d),…….Klappe 8

Oh, schon wieder der Hund. Diesmal kann ich ihn wohl nicht mehr davon abhalten, hier sein Ding abzuziehen. Ich lasse ihn am Besten bellen und ziehe weiter, ich meine,…..

 …….ich ziehe es vor, das Weite zu suchen, bis er mit seinem Gebell fertig ist. Wahrscheinlich dauert es ohnehin nicht sehr lange. Er hat nämlich keine Ausdauer und ist leicht abzulenken oder zu ermüden, womit wir ja wieder bei unserem wesentlichsten Thema gelandet wären.

 

Das Foto soll Ihnen Mut machen, die Zeit des Hundes hier auf der Seite gut und gelassen zu überstehen. Wir Hühner wachen allezeit über Ihr Wohlbefinden und verbessern Ihren Intellekt wirklich überall wo wir können. Seien Sie also ganz unbesorgt, das schönste Ei kommt noch, wie wir zu sagen pflegen. Als Beitragsbild ganz oben habe ich übrigens diesmal einen mehr oder weniger verunstalteten Hund genommen. Das fällt ihm ohnehin nicht auf, und es beruhigt auf jeden Fall seine Nerven. Dann hält er nicht so lange durch und ich kann wieder in aller Ruhe hier mit Ihnen plaudern.

Aber nur keine Panik. Wir sprechen uns bald wieder. Halten Sie einfach nur durch.

 

Das Tier auf dem Beitragsbild weiter oben ist doch wohl kein Hund. Das ist weder Huhn noch Hund, soviel steht fest. Das hier ist ein Hund, ich meine, das bin ich, der Hund. Genau so soll ein Hund aussehen. Daran kann man leicht erkennen, was für ein edles Tier ein Hund wie ich im Grunde doch ist.

Ich, der Hund, muss mich an dieser Stelle jetzt wirklich wieder einmal zu Wort melden. Ich bin ja ein durch und durch tolerantes und zivilisiertes Tier, das können Sie mir unbesehen glauben.

Zwar stammen wir Hunde ursprünglich vom Wolf ab, oder von einem ähnlichen wilden Urwesen, was man ja leicht an unseren beachtlichen Raubtierzähnen ablesen kann, aber wir sind auch die am längsten mit dem Menschen in Eintracht verbundenen Tiere.
Wir wissen also, worum es im gemeinsamen Zusammenleben geht.
So wie es sich dieses Huhn vorstellt geht es nun meiner Meinung nach wirklich nicht.

Es lässt sich gehen und ist im Allgemeinen durchaus verwirrt, ja nahezu gespenstisch geistesabwesend.
Außerdem verliert es dauernd den Bezug zum Wesentlichen.

Schließlich habe ich zudem das unbestimmte aber deutliche Gefühl, dass das Huhn häufig darauf wartet, dass ich eingeschlafen bin und dann auf unverfrorene Weise mit seinem Schreiben loslegt.

Während ich schlafe kann ich aber nun mal nicht gleichzeitig wachen, das ist doch klar. Ich könnte ja aufwachen, wenn beispielsweise Jemand versuchen würde, unerlaubter Weise das Haus meines Herrchens zu betreten.
Ja, da würde ich auch aufwachen, glauben Sie mir, und laut bellen und noch so einiges Anderes tun falls nötig.

Aber das leise Klappern einer hühnerbedienten Schreibmaschine weckt mich nicht. Außerdem schreibt das Huhn auf dem Computer, und der gibt im Normalfall wirklich nur ein ganz unscheinbares Klappern von sich.
Wahrscheinlich ist er mit dem Huhn irgendwie im Bunde, das sähe den beiden wieder einmal ähnlich. Die beiden stecken wohl unter einer Decke. Computer und Huhn. Die sehen sich ohnehin auch ähnlich, finden Sie nicht? Das gefällt mir. Das Huhn schaut in den Spiegel und sieht einen Computer, und der Computer sieht zugleich das Huhn und hält sich für ein solches. Das ist komisch, nicht wahr? Ich finde es jedenfalls komisch, und ich als Hund verstehe nun einmal viel mehr von Komik und dergleichen als das Huhn jemals zu begreifen in der Lage sein wird.
Ich kann zwar nicht rechtzeitig wach sein, um jeglichen Unsinn, den das Huhn hier anstellt, zu unterbinden, doch ich bin bereit und willens, von Zeit zu Zeit heroisch hervorzutreten und die Falschaussagen des Huhnes mit spielerischer Leichtigkeit zu widerlegen.
Das ist doch das Wenigste, was Sie von mir erwarten können. Ja, das tue ich sogar nur allzu gerne.

Allerdings muss ich mir dazu die letzten paar Texte erst einmal sorgfältig durchlesen, um zumindest die gröbsten Fehler aufzuzeigen und anzuprangern.

Anprangern ist eines meiner Lieblingsworte und das schon seit dem frühen Mittelalter.
Leider habe ich heute noch gar keine Zeit gefunden, irgendetwas zu lesen geschweige denn zu verbessern.

Ich hatte nämlich einen durchaus anspruchsvollen Tagesverlauf zu bewältigen. Spazieren gehen, Fressen, Katze jagen, zurückschrecken, als die Katze einen unnötigen Versuch startete, mir die Schnauze zu zerkratzen, ins Haus laufen, dann wieder kommen, den Nachbarn am Zaun verbellen, spazieren gehen, Fressen, Schlafen.
Sie sehen, auf diese Weise komme ich fast nicht zur Ruhe, vom Schlafen einmal abgesehen.
Der Schlaf nimmt dementsprechend im Leben eines wahrhaftigen Hundes auch einen ziemlich zentralen Platz ein.

Das aber nützt nun dieses durchtriebene Huhn immer wieder aus.
Ich werde also in Zukunft noch besser auf der Hut sein.
Wenn ich in den nächsten Tagen einmal dazukommen sollte, all das zu lesen, was Ihnen das Huhn so unverschämt hier vorgesetzt hat, dann will ich wirklich mein Bestes geben, um die verdrehten Ansichten dieses größenwahnsinnigen Federviehs wieder auf den Boden der Wahrheit zurückzuführen.

Das verspreche ich Ihnen hiermit hoch und heilig.
Aber zunächst einmal muss ich mich zurückziehen.
Ich habe noch ein kleines Rendezvous im Inneren des Hauses zu absolvieren. Dabei geht es um etwas, das für uns Hunde eben wirklich eine sehr zentrale Stelle im Leben einnimmt.
Ich verrate Ihnen jetzt aber nicht, was das genau ist.
Wenn Sie aufmerksam genug waren, haben Sie es inzwischen herausgefunden. Wenn nicht, haben Sie sich die Lösung eben bis jetzt noch nicht verdient.

In jedem Fall sehen wir uns aber später wieder.
Ich werde Sie jetzt entgegen meines besseren Wissens doch wieder dem eingebildeten Hühnervogel überlassen.

Aber nur keine Panik. Wir sprechen uns bald wieder. Halten Sie einfach nur durch.