RedHOTAction 11,5

……diese aktuelle Ausgabe des Redaktionsblogs liegt irgendwo zwischen November und Dezember, ist aber bitte nicht mit der späteren in den November vorgezogenen Dezemberausgabe des nächsten Redaktionsblogs zu verwechseln……

Es ist jedes Mal ein Wunder, wenn der zweiundzwanzigste November mit Riesenschritten näher rückt und trotzdem nichts allzu Ungewöhnliches passiert. Natürlich passiert immerzu Ungewöhnliches bei den Schamanen, davon und dafür leben wir ja hier mitten unter Ihnen.

Doch allzu Ungewöhnliches muss trotzdem nicht geschehen, ich meine, Weltuntergänge aller Art, das Ausbrechen des puren Chaos und was dergleichen mehr an kosmischen Schieflagen irgendwo da draußen in den Tiefen des Weltalls auf uns lauert, oder, genauer gesagt, einfach in der Zukunft uns vielleicht noch ereilen könnte, all das könnte uns doch genauso gut auch gleich einfach ganz erspart bleiben. Wir wenden uns also im Stoßgebet der alten polynesischen Göttin Tohu Wa Bohu zu, und bitten sie, sich dieses Jahr doch gleich einmal woanders auszutoben, vielleicht eher zu den Nachbarn hinüber zu greifen, oder noch besser, gleich eine andere Gegend auf einem anderen Kontinent mit ihrer ungeteilten Aufmerksamkeit zu beglücken.

Leider ist diese Göttin relativ schwerhörig, verstößt unser Stoßgebet, kaum dass wir es hervorgestoßen haben, auch gleich einmal wieder, und wendet sich mit einem huldvollen Lächeln genau uns zu. Scheinbar hat sie irgendetwas falsch verstanden. Wahrscheinlich glaubt sie gar, wir hätten sie gerufen und würden uns jetzt mit ihr ein paar fröhliche Stunden im Kreise drehen wollen. Wie auch immer, sie ist da und geht nicht so schnell wieder weg, nein, wenn sie einmal in ihre momentanen Lieblinge Zeit und Geduld investiert hat, lässt sie sich mit dem Voranschreiten zu anderen Beschäftigungen leider oft ein bisschen gar zu viel Zeit.

Bleibt sie aber hier, dann hilft kein Fliehen und kein sich selbst am nicht vorhandenen Barte ziehen.

Alles gerät wieder einmal durcheinander. Der Durcheinand herrscht dort zurzeit mit zügelloser Hand, wenn ich mich hier einmal dichterisch selbst kurz zitieren darf.

Jedenfalls kommt Tohu am liebsten rund um meinen Geburtstag zu mir. Das uranfängliche Chaos, welches sich ohnehin praktisch immer von selbst um diese Zeit herum bei mir einzustellen pflegt, obwohl ich es wirklich mit keiner Silbe und keiner wie immer gearteten Geste jemals eingeladen habe, mich knapp vor meinem Geburtstag jeweils noch schnell heimzusuchen, dieses uranfängliche Chaos ist wahrscheinlich eine Schwester von ihr, Tohus liebste Schwester also, und wie ich schon von meiner leiblichen liebsten und auch einzigen Schwester zur Genüge weiß, sind Schwestern eben so eine Sache an sich, ob sie nun einzel oder gar im Doppelpack auftreten. Meine Schwester und ich können ja nicht im Doppelpack erscheinen, zumindest nicht als Schwestern, und das ist wohl auch gut so. Aber Tohu und das uranfängliche Chaos können es, und sie tun es dementsprechend dann auch schon einmal ganz ungeniert. Im Doppelpack aber werde ich sie nur schwer wieder los, sie fühlen sich also offenbar viel zu wohl in meiner Gegenwart.

Praktisch führt dies nun zu folgenden unerwarteten oder zumindest nicht im Detail vorausgesagten Ereignissen:

Zuerst einmal habe ich wieder einmal Geburtstag. Das wäre jetzt wohl auch ohne die chaotischen Schwestern passiert, dann aber eben auf viel ruhigere Weise von statten gegangen.

Dann fällt mir auf, dass meine geliebte schamanische Zeitung einem kurzen aber heftigen Ohnmachtsanfall unterlag, den ich inzwischen aber unter Zuhilfenahme eher altertümlich wirkender Riechfläschchen wieder zu beseitigen imstande war. Allerdings geht diese ganze unerwünschte Unbill jetzt wohl nicht spurlos an uns, also Ihnen und mir, vorüber. Wie sagt schon Wikipedia:

Das Gegenteil von Billigkeit ist die Unbilligkeit, ein älteres Wort ist Unbill. Sie ist ein der Gerechtigkeit widersprechendes Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung und eine Zwischenstufe zwischen billigem Ermessen und Willkür.

Die Willkür ist also ausgebrochen, und hat sich den beiden chaotischen Geschwistern hinzugesellt.

Deshalb musste ich blitzschnell allerlei dringend nötige Notmaßnahmen ergreifen, deren Billigkeit im genauen Gegensatz zur dreisten Willkür der vorher bereits unstatthaft aufgetretenen chaotischen Unbill hier und jetzt wohl unzweifelhaft als gegeben angenommen werden kann.

Im Klartext bedeutet das:

Ich schicke Ihnen, meinem/meiner liebsten Leser/in jetzt gleich einmal ein paar durch Stau, Chaos, Tohu und Unbill bisher an ihrem rechtzeitigen Erscheinen auf traurige Weise gehinderte Blogs, drehe den Spieß des unermüdlichen Fleißes dann aber auch gleich einmal um und schicke Ihnen eine angenehm erholsame Geburtstagsurlaubswoche lang von 26. 11. bis 2. 12. nur noch Fotos von unserem wunderschönen und wundersamen schamanischen Arbeiten der letzten Wochen…..

Genau so aber bricht dennoch das Chaos weiter über uns, also genau über Sie und mich, hier weiter herein. Denn um diese gerade bekundete Absicht einer erholsamen Woche in die Realität umzusetzen, müsste auch der Beginn des Dezembers um ein paar Tage vorverlegt werden, damit die Redaktionssitzung mit dem dazugehörigen Blog nicht gerade in die blogfreie Zeit fiele.

Lassen Sie mich nur einmal kurz darüber nachdenken. Ja, warum denn nicht? Wenn das Chaos und Tohu ohnehin schon in geschwisterlicher Umarmung vor meiner Tür stehen, dann beginnt heuer der Dezember eben schon am 25. 11.!

Samstag 11. Mai 2019
Tag der Begegnung und der offenen Tür.

Sie sind herzlich eingeladen mit uns, unserem Team und unseren AusbildungsteilnehmerInnen in entspannter und gemütlicher Atmosphäre in Kontakt zu kommen.