RedHOTAction 13 – 1…..die dreizehnte Ausgabe derselben im 1. Monat des neuen Jahres

Ein Jahr, das erste, unserer schamanischen Zeitung ist gerade zu Ende gegangen.

Nach kurzem Nachsinnen erkannte ich, dass sich im zweiten Jahr etwas verändern muss.

Ungefähr 210 Stunden oder dreißig meiner zugegebenermaßen nur gerade einmal siebenstündigen Arbeitstage flossen in die Zeitungsgestaltung. Das ist viel. Das ist sogar sehr viel.

Mit einem Schlage wurde mir Folgendes klar:
Ich hatte, trotz Herausgabe der Zeitung, den Beruf nicht gewechselt. Ich arbeitete nach wie vor als schamanischer Lehrer und emotionaler Begleiter mit Menschen. Zeitungsgestalter war ich also nur nebenbei.
An dieser Stelle packte mich das blanke Entsetzen. Wie meistens bei mir üblich, hielt es jedoch nur kurz an. Ein paar Momente später stellte sich dann nicht etwa Verzweiflung, sondern der dringende Wunsch nach einer Lösung des gerade an die Oberfläche meines Bewusstseins gedrungenen zeitlichen Dilemmas ein.

Ja, stellen Sie sich die ganze Sache mit der Zeitung nur einmal vor. 30 Tage zusätzlicher Arbeit. Und Alles ohne die geringste Hilfe eines personal assistant.

Nein, das konnte nun einmal nicht so weitergehen.

Es gab nur zwei Möglichkeiten. Eine, und zugegebenermaßen meine Lieblingsmöglichkeit, ist die Einführung eines sogenannten Brummsmonats. Der findet dann nach dem zwölften Monat statt und erlaubt uns, für Alles das, was sich in den ersten zwölf Monaten des Jahres nicht unterbringen ließ, zeitlich doch noch einen passenden Platz zu finden. Zum Brummsmonat käme dann noch der Brummstag, welcher jede Woche um einen Tag verlängerte, und die Brummsstunde, welche jedem Tag eine Stunde hinzufügte. Durch diese kleinen aber nützlichen Veränderungen im Kalender lässt sich nahezu alles entspannt in den Ablauf eines Jahres integrieren. Die unmöglichsten Vorhaben werden auf einfache Weise umsetzbar.

Doch leider hat sich diese Idee bisher nicht allgemein durchgesetzt. Ich bin aufgrund zunehmender Globalisierung jedoch auf meine Umgebung angewiesen. Wenn die Leute um mich herum keine Brummszeiten einführen, vermag ich dies wohl auch nicht zu tun.

Weiteres Nachdenken war deshalb nötig.

Ich dachte also in den letzten Tagen, Stunden und Minuten intensiv über die Zukunft der schamanischen Zeitung nach.

Immerhin ist es die erste und wohl auch einzige ihrer Art in Europa. Somit dürfte sie selbstverständlich auch die Beste aller schamanischen Zeitungen des Kontinents sein.

Nur der Schamane selbst war noch etwas unzufrieden mit dem Ausmaß an Zeit und Anstrengung, welches ihm diese beste schamanische Zeitung Europas abverlangte.

Also, sprach er, muss ich mich wohl auf die Tradition meiner jüdischen Vorfahren besinnen. Ich werde mich kurzfristig von einen Schamanen in einen Rabbi verwandeln und die ganze Sache sofort einmal gründlich klären.

Sie wissen ja, Rabbis klären, was soviel bedeutet wie: sie wandeln kurzfristig auf den geheimnisvollen Pfaden des Geistes, um Licht in das vorherige Dunkel einer bestimmten Angelegenheit zu bringen. Und dann überkommt sie der Geist und sendet ihnen eine Botschaft oder Klarheit zu. Oder etwas in dieser Art.
Leider ist mein jüdischer Großvater gestorben, bevor mein Vater oder ich ihn irgendwie zu dieser ganzen Vorgangsweise mit dem Klären näher befragen konnten.

Deshalb muss ich es jetzt sozusagen aus dem Stegreif neu erfinden. Wahrscheinlich kommt nicht das berühmte Klären der Rabbis heraus, weil mir eben leider jegliche genaue Anleitung dazu fehlt.
Immerhin bin ich als Schamane auf sehr direkte Art mit dem Wirken des Geistes verbunden, und falls dieser jetzt gerade wirklich nett zu mir sein sollte, wird das mit dem Klären vielleicht doch noch gut klappen.
Oder zumindest wird etwas Ähnliches geschehen, ein schamanisch-jiddisches Klären also, oder ein jiddisch-schamanisches, Etwas, das mehr oder weniger transkulturell eingefärbt, dann besonders gut wirkt, etwas von jener Art spirituell multikultureller Aktivität also, die ja ohnehin mehr oder weniger typisch für die Verworrenheit unserer Zeit ist.
Ich werde mich also jetzt als Kind der Zeit outen, in der wir uns gerade befinden, auch wenn mir das zugegebenermaßen ein wenig schwer fällt.

Denn Sie wissen ja: Diese Zeit kann wirklich ganz schon garstig sein, bisweilen.

Mein Lieblingswitz bezüglich Klären ist natürlich jener, wo der Rabbi vor versammelter Jüngerschaft Schritt für Schritt klärt, was wohl geschehen würde, wenn Gott in seiner Allmacht einen unendlich großen Stein in einen unendlich großen See würfe.

Die Lösung, falls Sie diese noch nicht kennen sollten, folgt weiter unten am Ende dieses Blogs. Das sichert mir jetzt natürlich Ihre ungeteilte und wahrhaftige Aufmerksamkeit für den Rest dieser Zeilen.

Ich klärte also und fand kurz darauf eine geniale und, im nachhinein betrachtet, ohnehin auf der Hand liegende Lösung.
Allerdings war die Hand vor dem Klären eben noch nicht ganz so sichtbar wie jetzt, wo sie behaart und tatzenartig vor mir auf dem Tisch liegt.

Ich würde einfach das Format der Zeitung verändern.
Natürlich wollte ich auf keine einzige unserer gelungenen Rubriken verzichten, nein, ganz im Gegenteil, ich würde in Zukunft sogar eine zusätzliche Rubrik hinzufügen, damit das Moment der Überraschung gewahrt bliebe.

Allerdings müsste die Zeitung, zumindest bis zum Erscheinen eines oder mehrerer personal assistants, welche dann in Hinkunft den Großteil der anfallenden Arbeit an ihr, der Zeitung, für mich übernähmen, quantitativ deutlich abspecken.

Plötzlich stand das Bild von zwölf kleinen Schiffen oder Booten vor meinen Augen.
Jedes Boot entspräche dann dem Inhalt eines Monatsprogramms unserer Zeitung.

Und in diesen Booten wäre gerade einmal Platz für…..nun ja, häufig ist es ja tatsächlich so, dass wir, die wir hier in Sicherheit und relativem Wohlstand verharren, frech behaupten, das Boot in Europa wäre schon voll und dann, – ähnlich wie einige reiche Mitbürger seinerzeit auf der Titanic, ihre nur halbbesetzten Boote standhaft mit den Rudern gegen jene aufdringlichen Mitmenschen verteidigen ließen, welche sich impertinenter Weise weigerten, sich in ihr schnell näher kommendes Schicksal des Ertrinkens zu fügen -, unsere afrikanischen Mitmenschen beispielsweise ebenfalls gnadenlos und heuchlerisch im Meer umkommen lassen.

Doch das Zeitungsboot bringt Sie, Menschen also, welche vielleicht noch im Meer der Unkenntnis über unsere wahren schamanischen und spirituellen Absichten schwimmen, ja gar nicht weiter in Bedrängnis. Solches tun sie höchsten selbst, wenn ich mir an dieser Stelle diesen kleinen praktischen Hinweis erlauben darf.
Unsere Zeitung soll Sie ja ohnehin nur auf Ihre Möglichkeiten zur Transformation und Ihre vielleicht noch brach liegende Fähigkeit zum Erlangen einer gewissen Art von Klarheit aufmerksam machen, und Sie zwischendurch durchaus schon einmal in einen magischen Bewusstseinszustand versetzen.

Die eigentlichen Möglichkeiten für Ihre ganz persönliche Transformation könnten Sie, ausreichende Bereitschaft von Ihrer Seite vorausgesetzt, beispielsweise in unseren unglaublich wunderbaren Workshops finden, in denen wir im Übrigen sogar noch ein paar Plätze genau für Sie reserviert haben, wenn ich mir hier ein klein bisschen Werbung in eigener Sache erlauben darf.

Wie Sie inzwischen merken, habe ich mir diese jetzt ja schon erlaubt. Im Übrigen entsteht auf unserer Website www.nagual-schamanismus.at , auf jener Seite also, auf welcher Sie sich jetzt wohl gerade befinden dürften, auch ein neues schamanisches Forum zur Diskussion und für Fragen und Mitteilungen an den Schamanen hier vor Ort, an welchem aktiv teilzunehmen ich Sie herzlich einlade.

Soweit ich weiß, gibt es bereits eine damit irgendwie magisch oder technisch verknüpfte Gruppe in jener dunklen Ecke unserer virtuellen Existenz, welche sich nur als Facebook bezeichnen lässt. Auch dort können Sie uns also finden, doch im Gegensatz zu unserem eigenen Forum auf der Website wird von Facebook wie bisher auch unverschämte Zensur und geldgierige Selektion der Ihnen zugespielten Information ausgeübt, womit Sie also auf unserer Seite wieder einmal doch viel besser aufgehoben wären, selbst wenn wir noch nicht ganz so bekannt sein dürften wie Facebook. Aber Letzteres kann sich ja in relativ kurzer Zeit noch ändern. Ich verrate Ihnen in diesem Zusammenhang jetzt mein Geheimnis: Es hängt auch von Ihnen ab, ob wir hier im Nagual-Schamanismus bald noch bekannter werden als Facebook.

Zurück zu unserer in Wandlung begriffenen schamanischen Zeitung.

Was Sie also in Zukunft in den Monatsbooten unserer Zeitung vorfinden werden, sind grundsätzlich unsere bisherigen großartigen Rubriken:

Back to the Roots, in der es um magische und spirituelle Grundlagen geht…

Der magische Gegenstand des Monats, welcher Sie in seinen Bann zieht…

Fotos, fast in Echtzeit, die Ihnen zeigen, was wir hier im Allgemeinen so zu machen pflegen, wenn Sie vielleicht gerade einmal nicht hinschauen….

Spieglein Spieglein an der Wand, eine Reflexion zu unserer Arbeit und Ihren Auswirkungen aus dem scharfen aber liebevollen Blickwinkel meiner SchülerInnen und MitarbeiterInnen….

Nüchtern betrachtet, eine Rubrik, welche ebenfalls aber auf ganz andere Art demselben Zwecke dient…..

Der Schamane zur Lage der Nation, in welcher sich ebendieser zu ebenjener und zur gesamten Lage der Welt durchaus politisch und kritisch äußert….

Der schamanische Leckerbissen, der Sie zu Zeitreisen und zum Blick in verschiedenartige virtuelle Schatzkästchen einlädt……

Spotlight, der schamanische Scheinwerfer, der auf Dieses und Jenes von davor oft noch ganz ungeklärter Bedeutung fällt…..

Unser Podcast, der aus einer schamanischen Zeitung zugleich Radio Shaman macht….

Die Sendung mit dem Hu(h)n(d), in welcher Sie tierisch über Ihnen bisher noch nicht wirklich bekannte Voraussetzungen und Gegebenheiten unserer Existenz aufgeklärt werden…..

RedHOTAction, unser redaktioneller monatlicher Beitrag zur Selbst- und Fremderkenntnis….

Und das alles während zeitweise, aber wohl immer nur an bestimmten Montagen,

Stormy Monday, der Montagskater, grimmig um Sie und mich herum schleicht.

Vielleicht sollte die neue Rubrik, welche ich der Zeitung hinzufügen möchte, einfach nur

Überraschung! heißen. Das lässt dann doch Spielraum für alles Mögliche offen.

In jedem Boot werden also alle diese Rubriken Platz finden, wenngleich die meisten nur einmal pro Monat.

Wir bleiben Ihnen somit mit unserer schamanischen Zeitung ein weiteres Jahr erhalten, wenn auch in einer Form, die dem Schamanen nicht allzu viel seines bisweilen wirklich unbedingt notwendigen Schönheitsschlafes raubt.

Alles ist also, wie ja ganz grundsätzlich immer im Universum, jenseits von Zeit, Raum und Begrenztheit gerade jetzt gerade so, wie es sein soll.

Wie sagt der Rabbi nun befriedigt nach Abschluss seiner Klärung zu seinen gespannt auf das Ergebnis wartenden Schülern: Oi, was mecht des machen für n Platsch….