Spotlight, der schamanische Scheinwerfer….diesmal: zwei Fragen an eine Schamanin…

Letztens überlegte ich mir, dass es wohl interessant wäre, einer meiner Lehrschamaninnen nur zwei Fragen zu stellen, die dann aber gleich wie ein schamanischer Scheinwerfer ihre Sicht auf ihr Leben als Schamanin erhellen sollten.

Hier sind die Beiden. Absolut ungekürzt.

Liebe Silvia, wie bist Du zum Nagual-Schamanismus gekommen?

Liebe Silvia, was bedeutet Deine Berufung zur Schamanin für Dich?

An dieser Stelle wird der aufmerksame Leser bereits erraten haben, dass die hier angesprochene Lehrschamanin mit großer Wahrscheinlichkeit Silvia heißt.

Alsbald erhielt ich folgende Antwort:

„Interesse am Schamanismus war bei mir schon zu Beginn meines Studiums der Ethnologie vorhanden.

In Südamerika, bei einer Reise durch Ecuador, habe ich dann ein paar Leute kennengelernt, die bei Udo in seiner Ausbildung waren.

Anfänglich nahm ich immer wieder einmal an Tranceabenden teil. Erst zwei Jahre später wollte ich mehr über Nagual-Schamanismus wissen und schloss mich der sommerlichen schamanischen Bergwanderung an. Dabei öffneten sich magische Dimensionen, die mich so faszinierten, dass ich in die Ausbildung eintrat.

Damals stand bei mir das Bedürfnis nach umfassender Heilung im Vordergrund. Es war damals nicht mein Ziel, Schamanin zu werden.

Ich führte eine Feldforschung mit Schamanen zum Thema Ayahuasca durch und meine Ethnologie-Diplomarbeit drehte sich um Schamanismus.

Inzwischen hatte ich mich aber selbst schon intensiv zu verändern begonnen.

Ohne Magie ging es mit einem Mal nicht mehr.

Bergwandern, Höhlenrituale, die magische Alm waren mit jener Art von Magie erfüllt, wie ich sie mir vorstellt. Ich liebe das, was ich als magische Action bezeichne, das heißt, ich liebe es, tiefe Erfahrungen in diesem Bereich auf der Basis von direktem Erleben zu machen.

Spirit und Heilung sind mir wichtig in meinem jetzigen Leben als Schamanin und im Kern waren und sind dies genau die beiden Themen, die mich von Anfang an auf den schamanischen Weg führten und mir halfen, mich auf ihm so gut zurechtzufinden.

Tiefste Befriedigung bereitet es mir, zu spüren, wie sich um mich herum Kraft und Magie in meinem Leben ausbreiten, und wie ich immer wieder Eins mit ihnen bin.

Der übergeordnete Sinn des magisch-schamanischen Weges ist es meiner Ansicht nach, heilsame Magie in die Welt zurückzubringen, und dies gilt insbesondere für das Leben des Einzelnen wie auch für unsere Gesellschaft als Ganzes.“

 

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