Stormy Monday, Montagskater 5

Auf der Suche nach dem richtigen Platz für mein Zentrum nahm ich einen Dartpfeil zur Hand.

Damit warf ich nach der Karte. Ich hielt den Atem an. Europa würde ich jetzt wohl kaum noch verfehlen können. Und dann sah ich es….

Der Pfeil war im Herzen Europas gelandet.

Nun ja, vielleicht nicht ganz im Herzen des Kontinents.
Er steckte nämlich etwas unglücklich im südlichen Spanien fest.

Ich glaube aber nicht, dass es daran gelegen haben könnte, dass gerade wieder einmal Montag war.

Nein, der Montagskater zwickt mich zwar gerade jetzt ins Schienbein.

Aber ich drehe mich voll Erhabenheit um, lasse ihn und seinesgleichen zunächst einmal achtlos an mir abprallen und bleibe bei meiner Geschichte von der Entstehung des Europäischen Kraftzentrums für Nagual-Schamanismus und Essenzielle Körpertherapie.

Jaja, ich sehe es schon geistig vor mir, wie Sie jetzt gerade etwas bedenklich den Kopf schütteln. Dieser Name wurde inzwischen bei jedem der drei letzten Montagskater-Blogs in voller Länge erwähnt.
Na und?
Erstens ist das doch wirklich ein wunderbarer und stimmungsvoller Name.
Zweitens sollten Sie sich den eben schon aus marketingtechnischen Gründen gut merken, das erspart mir dann weitere Arbeit in diesem Bereich, der mir ohnehin nicht ganz geheuer ist.

„Von welchem Bereich, der nicht ganz geheuer sein soll, ist hier die Rede“, fragen Sie?
Nein, natürlich nicht von dem des Schamanismus.
Der ist mir durchaus geheuer und nur so Manchen von Ihnen vielleicht noch nicht ganz.

Ich rede vom Bereich des Marketing.
Das ist mir nämlich wirklich unheimlich.
Glauben Sie mir ruhig. Jetzt, wo ich schon vierzehn Marketingprofis verbraucht habe ohne mir jemals darüber im Klaren geworden zu sein, was diese Menschen jetzt eigentlich mit dem, was Sie tun, wirklich tun, keimt in mir ein nicht geringer Zweifel auf, ob nicht in Wahrheit die Marketingleute die eigentlichen Esoteriker sind?

Allerdings darf und soll ich das aus drei Gründen jetzt gar nicht so schreiben.

Erstens würde da ja der Begriff Esoterik im abwertenden Sinne gebraucht.
Esoterik bezeichnet aber nur eine geheime Form des Wissens. Esoterik an sich ist also nichts Schlimmes.

Die Esoterikschwemme ist es, die mich zeitweise ein wenig nervt.

Esoterik als Modeerscheinung ohne jegliche Tiefe dahinter.

Nein, pfui, das kann man als Schamane ja nicht wirklich genießen.

Zweitens braucht ein Schamane wie ich ja gar kein Marketing.
Ich würde mich jetzt aber nicht zu der Behauptung versteigen, dass Marketing etwas für Loser wäre.

Manche brauchen es eben.


Aber ein Schamane und Körpertherapeut wie ich,

  • der zu der kleinen Handvoll Menschen gehört, die in Europa authentischen Tiefenschamanismus betreiben,
  • und der darüber hinaus vielleicht sogar der Einzige weit und breit ist, der Ihnen einen klar strukturierten Einweihungsweg zum Schamanen anbieten kann,
  • der also praktisch so etwas wie eine schamanisch-magische Schule gegründet hat,

Auch hier befinde ich mich oft. Gelegentlich erhofft ich mir, in solcher Bergwelt ganz zu leben. Doch dieses wilde Wildnisstreben wird wohl im Winter ziemlich hart. Es wär nur fein wenn man behaart wär wie ein Bär. So meldet sich ein Wörtchen zart in meinem Innern. Wo kommt es her? Ich weiß es nicht, kann mich jetzt nicht mehr klar daran erinnern. Doch dies am Berge wohnen ließ ich sein – es könnten sich Erkältungen dort oben leicht verschlimmern.

solch ein Mensch und Schamane braucht doch wohl kein Marketing mehr. Vor allem,

  • wenn er auch noch die einzige magisch-archaische Männergruppe weit und breit anzubieten vermag,
  • wenn er einen eigenständigen sehr spirituellen und gerade deshalb sehr wirkungsvollen Ansatz der Körpertherapie, also der emotionalen Begleitung und Arbeit mit Spirit, Leib und Seele entwickelt hat,
  • und sich mit Ihnen dann des Weiteren noch fortgeschrittener Formen des Ekstasetanzes und der Trance erfreuen kann,
  • sowie schließlich sogar als Künstler recht eigenständige Ausdrucksformen entwickeln konnte.

Nein, so Jemand kann auf Marketing wohl ganz verzichten.

Solche Qualitäten in der Arbeit mit Menschen sprechen sich doch wohl von selbst herum.
Oder etwa nicht?

Wie auch immer das aber mit rechten oder seltsamen Dingen so zugehen mag, verschwindet die Qualität in unserer Kultur allgemein immer mehr hinter anderen Elementen wie Quantität, Bekanntheitsgrad, finanziellen Ressourcen und der Möglichkeit zur öffentlichen Verbreitung des qualitativ Hochwertigen.

Internet und soziale Medien besitzen keine wirklichen Filter für die Qualität der Angebote, die sie vermitteln.

Und ein Schamane oder Künstler oder Therapeut ist ja nicht automatisch auch Experte für die Verbreitung seines Angebotes in der Öffentlichkeit.

Ich muss es also an dieser Stelle etwas peinlich berührt doch zugeben. Ich habe mich verleiten lassen.
Ich bin der Verlockung erlegen.
Marketing hat zugeschlagen und dann….

Leider hab ich mich jetzt vom Thema etwas entfernt. Das passiert mir montags aber häufig. Sie werden sehen. Nächstes Mal bleibe ich entschlossen bei meinem roten Faden, selbst wenn der wieder in Mäandern verläuft. Mäander sind übrigens Flussverläufe, die in Schlangenlinien erfolgen.

Und genau dazu gibt es einen mächtigen schamanischen Spirit, der aber eher in Südamerika beheimatet ist als bei uns.

Wie auch immer, mehr dazu wieder an einem Montag, vielleicht diesmal stolz auf dem Rücken des Katers reitend…..Aber Katzen lassen das im Allgemeinen nicht gerne zu…..so weit ich weiß…..