Wie hat sich Nagual-Schamanismus entwickelt? Udos Weg zum Schamanischen Lehrer Teil 1

Udos Weg zum schamanischen Lehrer

In einer Serie von sieben Beiträgen möchte ich euch in den nächsten Wochen näher bringen, wie sich mein Weg zum schamanischen Lehrer entwickelt hat.

Ihr erfahrt natürlich dabei auch, was fernöstliche Kampfkunst mit einem Schamanen anstellt oder warum das Verständnis von Science Fiction auch einen Schlüssel zu schamanischen Meisterstufen enthält und schließlich, was es braucht, die magische Hütte der eigenen Vision zu finden und in ihr zu wohnen.

Die Serie startet mit ….

 

Udos Weg zum schamanischen Lehrer–Teil 1:

Meine schamanische Einweihung in den Bergen Vorarlbergs – oder: Gerade stehe ich noch dicht am Abgrund, gleich danach bin ich einen großen Schritt weiter.

Meine schamanische Einweihung geschah im Grunde so, wie man sie sonst kaum erlebt. Von einem Moment zum anderen, eigentlich unvorbereitet auf das, was gleich passieren würde, und zudem noch im Traum. Es war etwa 1987, also vor ungefähr 29 Jahren, als ich inmitten der kraftvollen Bergwelt Vorarlbergs meinen Zugang zu einer eigenen schamanischen Richtung erträumte.

Meine spirituellen und visionären Fähigkeiten hatten sich zu dieser Zeit durch intensive Erfahrungen mit meinem damaligen Trancelehrer geöffnet. Dieser war selbst Schüler eines marokkanischen Sufimeisters.

Er praktizierte eine Mischung aus Sufismus, Trancearbeit, vor allem Trance in Bewegung, und Schamanismus, der ich mich zusätzlich zu meiner Ausbildung in Körpertherapie intensiv aussetzte.

Als ich zu einem einwöchigen Retreat auf eine Alm im Bregenzer Wald eintraf, war es Nacht. Wir schliefen in einer malerischen Almhütte, die aus riesigen Baumstämmen aufgebaut war, wie es sie zu dieser Zeit schon längst nicht mehr in den Alpen gab. Eine Hütte, aus den Stämmen von Urwaldriesen errichtet.

In meinem Krafttraum sah ich mich von Felsspitze zu Felsspitze in einer Art schamanischem Vogelflug springen und gleiten.

Dann stand ich oberhalb einer weißen gigantischen Felswand.

Ohne zu überlegen kletterte ich kopfüber die Wand hinunter als hätte ich Saugnäpfe an Händen und Füßen.

Unten am Boden der Wand, am Fuß des Abgrunds, stand eine Blume, in deren Blüte sich ein Brennpunkt von Kraft befand.

In diesem Moment sehe ich:

Die Kräfte von Himmel und Erde treffen sich in ihr in einem einzigen Punkt und strahlen heller als die Sonne.

Ich pflücke die Blume und halte sie in der Hand und werde augenblicklich von einer riesenhaften goldenen Schlange, die sich aus der Erde unter mir herausschält, wieder auf die Spitze der Felswand zurückgetragen.

Dieser Traum war der Beginn einer Serie kraftvoller Visionen, die mich in der folgenden Woche begleiten sollten.

Ich begegnete dem Jaguar in einer Feuermeditation und verwandelte mich so vollständig in ihn, dass ich aus dem Liegen heraus einen Satz durch die Luft machte.

Ich stürzte in einer Heilsitzung in meiner Vision hinunter zum Herrn der Unterwelt um von ihm zum Adlergeist hinauf befördert zu werden, der mir die Erlaubnis schamanischen Heilens vermittelte.

Die visionären Erlebnisse dieser Woche wurden dadurch ergänzt, dass ich zwischen den Sitzungen bloßfüßig durch das Gebiet um die Hütte streifte. Dabei entdeckte ich die von mir geträumte große weiße Felswand wieder. Und ich fand einen tiefen Zugang zu den Feenenergien, mit denen das gesamte Gebiet stark verbunden ist.

In den Sitzungen trat ich in den Körper einer Schamanin ein, die sich mir als meine Lehrerin der zweiten Aufmerksamkeit zu erkennen gab und mir einen tieferen Zugang zur Kraft des Adlers gewährte.

In dieser Woche und den in den nächsten vier Jahren folgenden weiteren Wochen am selben Platz begann ich erst langsam zu verstehen, was sich hier in mir abspielte und was ich hier eigentlich bekommen hatte.

Die Vorschläge der Spirits, wie ich meine starken Erlebnissen und Visionen umsetzen könnte, lehnte ich zunächst rundweg ab. Sie kamen mir viel zu seltsam vor.

Zwischen den Sommerevents auf der schamanischen Alm besuchte ich wöchentlich und intensiv weiter meine Trance- und Sufigruppen und unterzog mich vielen Einzelsitzungen in Trance, in denen sich wieder neue Visionen und spirituelle Einsichten einstellten.

Nun, das konnte ja heiter werden. Lesen Sie weiter in Teil 2 des Blogs.